Der kleine Hobbit (J. R. R. Tolkien)

Nachdem in den letzten Jahren die Verfilmungen zu »Der Hobbit« erschienen sind, habe ich mich vor dem Erscheinen des letzten Filmes dazu entschieden, diesem Buch eine Chance zu geben.

Gründe gab es schließlich genug:

  • Ich kann wirklich sehr ungeduldig sein und nach dem Ende des zweiten Filmes wollte ich einfach kein weiteres komplettes Jahr warten um das Ende zu erfahren.
  • Im Vorfeld der Filme gab es viel Kritik, dass Peter Jackson (der Regisseur) zu viel hinzugedichtet hätte und somit dem Buch nicht gerecht werde. (Das Buch hat etwas mehr als 300 Seiten. Natürlich kommt da Kritik auf, wenn drei Filme daraus gemacht werden.)
  • Ich fand den zweite Film furchtbar und wollte in Erfahrung bringen, ob es an Peter Jackson oder dem Buch lag.
Der kleine Hobbit2-Neu
Foto: privat

Kurzinfos:

Titel: Der kleine Hobbit (Original: The Hobbit or There and Back Again)

Autor: J. R. R. Tolkien

Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (01.12.2012)

Seitenzahl: 334 Seiten

ISBN: 978-3-423-21412-4

Preis: 7,95€

Meine Ausgabe:

Von »Der kleine Hobbit« gibt es die unterschiedlichsten Ausgaben – von der einfachen Taschenbuchausgabe, der Filmausgabe, der Hardcover-Ausgabe bis zur luxuriösen Ausgabe aus Leder ist für jeden Fan etwas zu haben.

Mir ist es sehr schwer gefallen, mich für die richtige Ausgabe zu entscheiden, denn die Filme liefen im Kino und die gesamte Marketing-Strategie wurde ausgepackt. Im Thalia gab es eigens einen Tisch für den Hobbit, mit sämtlichen Ausgaben des Buches. Ich bin kein entscheidungsfreudiger Mensch und wählte daher eine recht schlichte Ausgabe ohne Filmcover.

Zum Inhalt:

Es ist der Einstieg in die Welt von Tolkien – eine Reise nach Mittelerde. Es geht um den kleinen Hobbit Bilbo, der eines Tages Besuch vom Zauberer Gandalf und dreizehn Zwergen bekommt, die ihn auf eine Reise durch Mittelerde zum einsamen Berg begleiten.

Meine Rezension:

Alle Bestseller und Buchklassiker teilen irgendwann das gleiche Schicksal, wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht haben. Die Erwartungen einer neuen Generation an Leser an sie sind riesig. Und sie werden verfilmt. Und ich bin ehrlich. Ein riesiger Fan dieses Buches werde ich wohl nie werden, obwohl ich Mittelerde sehr faszinierend finde. Warum ich ein Problem mit diesem Buch hatte? Während des Lesens habe ich auch viel rund um Mittelerde recherchiert und erfahren, dass es zum Hobbit zwei deutsche Übersetzungen gibt – eine sehr schöne und eine etwas weniger schöne (von den richtigen Fans als schrecklich bezeichnet). Jetzt dürft ihr raten, welche Übersetzung ich erwischt habe…

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass es sich bei dem kleinen Hobbit um ein Kinderbuch handelt und dementsprechend ist es auch geschrieben. Die Sprache ist einfach und verständlich. Gefallen hat mir, dass der »Erzähler« immer wieder kleine Einwürfe macht. Ganz so, als würde der eigene Großvater a, prasselnden Kaminfeuer eine Geschichte erzählen und immer wieder kleine Einwürfe machen, die gar nicht zur eigentlichen Handlung gehören, sondern dem Zuhörer/Leser noch einmal gewisse Ereignisse in Erinnerung rufen sollen.

Durch die (miese) Übersetzung störten mich allerdings die Lieder, die hin und wieder von den unterschiedlichsten Personen »gesungen« wurden. Sie passten nicht und wirkten komisch und manchmal etwas fehl am Platz.

Kinderbuch und/oder Klassiker hin oder her, mich störte, dass in diesem Buch die Protagonisten die ganze Zeit laufen. Mir ist zwar bewusst, dass es sich bei dem kleinen Hobbit um eine abenteuerliche Reise handelte, jedoch hatte ich die meiste Zeit das Gefühl nun sämtliche Synonyme von Wandern, Reisen und Fortbewegen erhalten zu haben.

Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie es Peter Jackson gelingt die letzten knapp 70 Seiten des Buches in einen zwei Stunden Film zu verwandeln.

Update November 2015: Der letzte Film gefiel mir sehr gut. Im Buch (soviel kann man verraten) ist Bilbo während der entscheidenden Schlacht 90% der Zeit ohnmächtig, weswegen Peter Jackson sehr viel Freiheit hatte. Mir hat diese Umsetzung in Bezug auf Dramaturgie sehr gut gefallen und ich bin riesiger Fan des letzten Liedes von Billy Boyd (Merry aus »Der Herr der Ringe«) und höre es auch jetzt immer noch sehr gern.

Fazit:

Als Einstieg in die Welt von Tolkien und Mittelerde ein sehr gelungenes Werk, aber richtiger Fan bin ich (noch) nicht geworden. Die Herr der Ringe-Trilogie steht noch auf dem SuB.

4 Sterne-Braun-oH

Eure Jule

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