James Bowen und seine Katze Bob

James Bowen2-Neu
Foto: privat

Kurzinfos:

Titel: Bob, der Streuner (2012) / Bob und wie er die Welt sieht (2014) / Ein Geschenk von Bob (2014)

Autor: James Bowen

Verlag: Bastei Lübbe

Seitenzahl: 252 Seiten / 238 Seiten / 184 Seiten

ISBN: 978-3-404-60693-1 / 978-3-404-60802-7 / 978-3-404-60846-1

Preis: je 8,99€

Zum Inhalt und Autor:

In den drei Büchern geht es um den drogenabhängigen James Bowen, der zu Beginn des ersten Buches »Bob, der Streuner« in einer Sozialwohnung in London lebt und sich sein Geld durch Straßenmusik verdient. Das Geld reicht vorn und hinten nicht – und eines Tages sitzt ein verletzter roter Kater im Hausflur.

James pflegt Bob gesund und versucht den rechtmäßigen Besitzer ausfindig zu machen. Doch Bob hat sich bereit entschieden und folgt von nun an James überallhin. James erzählt von seinem »neuen« Leben zusammen mit Bob, der ihm eine neue Aufgabe und Verantwortung gibt. Diese neue Verantwortung gibt James schließlich die Kraft seinen Drogenentzug durchzuziehen und eine Arbeit zu suchen – zumindest macht er nicht mehr nur Straßenmusik, sondern verkauft die Obdachlosenzeitung »The Big Issue«. Ein großer Schritt in Richtung »bessere Zukunft«.

Meine Rezension:

Ich habe mir das erste Buch 2013 an einem schlechten Tag gekauft und bin Bob sofort verfallen und auch dem Erzählstil von James Bowen. James gelingt es über sein Leben als Obdachloser und Arbeitsloser in London weder zu beschönigen noch Mitleid zu erregen. Er beschreibt sein Leben mit der gnadenlosen Wahrheit wie sein Leben war. Wie er jeden Tag bei jedem Wetter auf den Straßen Londons versuchte Geld zu verdienen, wie er sich um Bob kümmerte und wie manchmal der Tag nicht so verlief wie man es sich am morgen beim Aufstehen noch gewünscht hat.

Der Schreibstil war einfach und flüssig gehalten, aber James Bowen ist auch kein studierter Uniprofessor, der in verqueren Sätzen einen komplizierten Sachverhalt erklären muss. In einfachen Sätzen geht es eher um den brutalen Inhalt. Brutal im Sinne, dass auch im Winter bei Minusgraden auf der Straße gearbeitet werden muss, dass man mit Ablehnung lesen muss und sich nicht unterkriegen darf und über die Schwierigkeit einen Drogenentzug von Anfang bis Ende durchzuziehen und nicht rückfällig zu werden.

Mich hat überrascht wie strukturiert das Leben der Straßenkünstler in London ist, wie es von den Behörden geregelt wird, wer wo stehen darf. Ich dachte bisher immer, dass jeder sich einen Platz suchen darf und dann kann es losgehen. Ebenso überrascht hat mich der harte Konkurrenzkampf. Klar, jeder kämpft auf der Straße ums Überleben, aber wie hart es manchmal doch war, fand ich überraschend.

Was ich immer wieder wunderbar finde, ist der Moment, wenn Menschen wie James, die ganz unten waren, durch ein Tier wieder neuen Lebensmut bekommen und ihr Leben wieder in geordnete und richtige Bahnen lenken können, auch wenn darunter jeder etwas anderes versteht. Aber James ist jetzt nicht mehr der obdachlose drogenabhängige Straßenmusiker und das ist doch alles was zählt. Ebenfalls kümmert er sich darum, dass Tiere von Menschen, die sich die Kosten des Tierarztes nicht leisten können, versorgt werden. Er ist Botschafter des Blue Cross (das Rote Kreuz für Tiere).

Fazit:

James Bowen und sein oranger Kater Bob erobern das Herz des Lesers sehr schnell und wer Katzen liebt, sollte an diesem Buch nicht vorbeilaufen.

4 Sterne-Braun-oH

Eure Jule

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