[100 Bücher] Die Welt ohne uns (Alan Weisman)

Die Welt ohne uns-Neu
Foto: privat

Kurzinfos:

Titel: Die Welt ohne uns (Original: The World without us)

Autor: Alan Weisman

Verlag: Piper Verlag (01.01.2009)

Seitenzahl: 383 Seiten

ISBN: 978-3-492-25305-5

Preis: 9,95€

Zum Inhalt:

Alan Weisman wagt in diesem Buch ein interessantes Gedankenexperiment. Er stellt sich die Frage, was mit unserer Welt passieren würde, wenn von einem Tag auf den anderen die Menschen plötzlich verschwinden würden. Gestützt auf das Wissen zahlreicher Biologen, Geologen, Physikern, Architekten und anderen Wissenschaftlern und natürlich einer atemberaubenden Fantasie, nimmt Alan Rickman seine Leser mit auf eine einzigartige Reise über unsere Erde.

Er führt uns vor Augen, was der Mensch in den wenigen Jahrtausenden, die er erst auf diesem Planeten weilt, geschaffen hat und über welche enorme Kraft die Natur verfügt.

Meine Rezension:

Eine Welt ohne uns? Ist das überhaupt vorstellbar?

Am Anfang hatte ich bedenken, dass diese Buch irgendwann in die Richtung des Science Fiction abschweifen könnte. Doch Alan Weisman verlässt sich nicht nur auf seine Fantasie, sondern versucht logisch an dieses Experiment heranzugehen. Stattdessen blickt Alan Weisman auf die Zeit vor den Menschen zurück. Er betrachtet die Vergangenheit um mögliche Folgen für die Zukunft in Erwägung zu ziehen.

Daher beginnt dieses Buch in den ersten Kapiteln auch mit der Tierwelt vor der Zeit der Menschen und während der Zeit der ersten Menschen. Warum sind einige Riesensäuger ausgestorben und warum vor allem in Amerika und Europa? Warum überlebten sie jedoch in Afrika, wo sie heute noch anzutreffen sind?

Sehr interessant wurde »Die Welt ohne uns« als die Chemieindustrie ins Spiel kam und besonders das Thema Plastik angesprochen wurde, was auch den größten Teil des Buches in Anspruch nimmt. Auch wenn es einem selbst bewusst ist, dass die größte Umweltverschmutzung durch den Menschen erst im 20. Jahrhundert zu seiner Blütezeit kam, ist es doch erschreckend, was der Mensch alles produziert ohne über die Konsequenzen für die Umwelt nachzudenken. Ich versuche so oft wie möglich meine Thermotasse zu verwenden um nicht einen Pappbecher für meinen Kaffee To Go zu benutzen. Ich bin ehrlich, für Glasflaschen bin ich zu faul zum tragen und greife doch lieber auf die leichteren Flaschen aus Plastik zurück, doch achte ich dort gern auf Mehrwegflaschen. (Um mein Gewissen zu beruhigen!) Am Ende siegt leider immer die Faulheit und irgendeine Ausrede, um sich ein reines Gewissen zu verschaffen.

Doch am meisten erschreckte mich das Kapitel über die Vogelwelt. Da der Autor Amerikaner ist, hat er die meisten Problematiken am Beispiel des Kontinents Amerika analysiert und die anderen Erdteile außer Acht gelassen und besonders bei dem Kapitel über die Vogelwelt war ich doch über die Praktiken der USA sehr schockiert. Aufgrund der Höhe der Strommasten und der immer enger zusammenhängenden Starkstromkabel verenden jedes Jahr mehrere Millionen (!!!) Singvögel auf ihren Zügen in den Süden. Und am meisten schockierte mich, dass man dann versuchte, das Ganze noch schön zu reden / schreiben, in dem er in einem Schlussabsatz bemerkte, dass die freilaufenden Hauskatzen und auf Bauernhöfen lebenden Hauskatzen neben den Strommasten ebenfalls sehr viele Singvögel töten.

Fazit:

Trotz der zum Teil trockenen Thematik hat mir das Buch gut gefallen. Alles war gut recherchiert und lehrreich ohne dass ständig der erhobene Zeigefinger um die Ecke schritt.

3 STERNE

Eure Jule

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