[100 Bücher] The Perks of Being a Wallflower (Stephen Chbosky)

Weil es von diesem Buch mehrere Übersetzungen im Deutschen gibt und ich meistens das Glück habe, die doch schlechtere Version zu erwischen, habe ich diesmal gleich auf das Englische Original zurückgegriffen.

The perks of being a wallflower-Neu
Foto: privat

Kurzinfos:

Titel: The Perks of Being a Wallflower (Deutsch: »Vielleicht lieber morgen« oder »Das also ist mein Leben«)

Autor: Stephen Chbosky

Verlag: Simon & Schuster UK (02.02.2009)

Seitenzahl: 232 Seiten

ISBN: 978-1-84739-407-1

Preis: 10,20€

Zum Inhalt:

Charlie schreibt Briefe an einen für den Leser unbekannten Freund. Es ist fast ein Tagebuch, das dem Leser geboten wird. An einer neuen Schule versucht Charlie Freunde zu finden, sich zu integrieren und merkt schnell, dass das in der High School gar nicht so einfach ist.

Doch Charlie findet Freunde. Da ist der Paradiesvogel Patrick mit seiner Stiefschwester Sam und ihrer Clique. Es ist die Zeit der ersten Erfahrungen mit der Liebe, ihren Komplikationen und den ersten Erfahrungen mit Alkohol und Drogen und dem großen Thema des Erwachsenwerdens.

Hinzu kommt schließlich ein dunkles Geheimnis aus Charlies Vergangenheit.

Meine Rezension:

Bei diesem Buch habe ich gemerkt, dass ich irgendwie zu alt für die diese Art von Teenie-Romanen bin.

Ich bin ehrlich – ich bin kein großer Fan von Briefromanen. Manche von ihnen sind wunderbar und man möchte sie nicht mehr aus der Hand legen, aber es gibt Thematiken, die funktionieren in Form von Briefen nicht. Und das ist für mich das größte Manko an diesem Buch. Charlie beschreibt sein Leben an der neuen High School, was ich als ziemlich schwierig empfinde, denn es passiert so viel im Leben eines Teenies in der Schule, dass man dies nicht alles gut auf Papier festhalten kann.

Im Gegensatz zu diesen Briefen, die schließlich nur einen begrenzten Horizont besitzen, stehen die wunderbaren Charaktere. Obwohl mir die Hauptperson Charlie über weite Strecken auf die Nerven ging, mochte ich seine Freunde, die er in seinem Tagebuch beschreibt – besonders Patrick hatte es mir ab dem ersten Moment angetan.

Überzeugen konnte mich das Buch schließlich nicht, weil man sich durch die Seiten quält. Charlie schreibt über seine Probleme, über komplizierte Liebesbeziehungen, Probleme in der Schule – einfach über Dinge, die in der High School in diesem Alter passieren. Als Leser fragt man sich über diesen Zeitraum, warum Charlie letztlich etwas gaga im Kopf wirkt, warum er so kompliziert ist, wie er eben ist. Denn außer Teenie-Problemen passiert nichts. Und alles mündet schließlich in den letzten 20 Seiten mit der Lüftung von Charlies dunklem Geheimnis…

Ehrlich? Ich mag es nicht, wenn die Lösung aller Probleme in die letzten Seiten gequetscht wird, wenn man sich vorher über Hunderte von Seiten quälte.

Verfilmung:

Unter der Regie von Stephen Chbosky wurde der Roman im Jahr 2011 mit Logan Lerman als Charlie und Emma Watson als Sam verfilmt.

Ich habe den Film gesehen bevor ich das Buch kannte und bin über die Umsetzung sehr zufrieden. Mir hat die Chemie zwischen den einzelnen Darstellern gefallen, weil sie auch in den einzelnen Rollen spürbar ist. Es ist immer schwer einen Briefroman in einen Film zu verwandeln, weil im Roman nur die Sicht einer einzelnen Person zum Tragen kommen und viel nur über Beschreibungen dem Leser klar wird.

Was den Film für mich besser als das Buch machte, war die Musik. Durch die Musik werden die Charaktere noch lebendiger, was im Buch leider nicht möglich ist.

Jedoch ist der Film sehr nah am Buch gehalten, was wohl vor allem daran lag, dass der Autor am Großteil der Produktionsschritte beteiligt war.

Fazit:

Ein gutes Buch über die Probleme des Erwachsenwerdens, die High School, Freundschaft, die erste große Liebe und ein dunkles Geheimnis.

 3 Sterne-Braun-oH

Eure Jule

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