Die Bücherdiebin (Markus Zusak)

(c) Thalia
(c) Thalia

Endlich habe ich es geschafft!!!

Dieses Buch ist seit etwas mehr als einem Jahr, eigentlich seit ich den Film 2013 gesehen habe, auf meine Leseliste. Aber irgendwie war es bisher nie dazu gekommen, obwohl mich eine Freundin immer wieder dazu drängte und von dem Buch schwärmte.

Ich kann es nur immer wieder sagen: ENDLICH!!! Endlich hatte ich Zeit dazu. 😀

Text auf der Rückseite:

Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beinnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet.

Eine Diebin zu beherbergen, wäre halb so wild, sind die Zeiten doch ohnehin barbarischer denn je. Doch eines Tages betritt ein jüdischer Faustkämpfer die Küche der Hubermanns …

Über den Autor:

Markus Zusak wurde 1975 geboren. Zu den mittlerweile fünf veröffentlichten Romanen des Autors gehören „Der Joker“ und der weltweite Bestseller „Die Bücherdiebin“, der in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurde. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Sydney.

Rezension:

Eine erste Anmerkung: Es ist nicht schlimm, wenn man den Film bereits gesehen hat.

Eine zweite Anmerkung: Dies bedeutet nicht, dass sich der Film sehr weit vom Buch wegentfernt. Im Gegenteil, der Film ist doch recht nach an der Vorlage.

Und eine letzte Anmerkung: Ich liebe dieses Buch.

Bei Der Bücherdiebin geht es um Worte. Nicht um richtige oder falsche Worte, sondern um die Bedeutung von Worte und die Macht der Worte. Und das alles vor dem Hintergrund des zweiten Weltkrieges.

Markus Zusak wählt als allwissenden Erzähler den Tod und liegt ihm einen ganz besonderen Humor in den Mund. Der Tod ist nicht sarkastisch, nicht schadenfroh, noch düster und schon gar nicht beängstigend, er ist das Ergebnis. So beschreibt er sich zu Beginn des Buches. Der Tod erzählt über das Leben von Liesel, die Bücher stehlt und gibt einen Einblick in das ganz normale Leben ganz normaler Menschen in Zeiten der Judenverfolgung, der Bombardements und Lebensmittelknappheit.

Als angehende Historikerin liebte ich die Darstellung der Parteimitglieder der NSDAP. Ich möchte jetzt nicht falsch verstanden werden, aber liest man heute über die Zeit, dann waren alle Deutschen Nazis. Alle Parteimitglieder waren Nazis. Aber dieses Buch zeigt, auch wenn es nur ein Roman ist, dass dies nicht ganz der Wahrheit entspricht. Viele Menschen traten der Partei bei, um sich selbst und ihre Familie zu schützen. Viele Menschen waren gezwungen dieses System zu unterstützen oder zumindest ein Teil von ihm zu werden. (Nicht jeder hat den Mut sich aufzubäumen und zu wehren. Diese Kraft haben nur die wenigsten. Also bevor Kritik geübt wird, bitte drüber nachdenken. Ich weiß wie sensibel viele Menschen bei diesem Thema reagieren.)

Doch zurück zum Buch.

Am Anfang hatte ich kleine Schwierigkeiten mit dem Tod, da er gern die Handlung vorwegnimmt. Er gibt kleine Ausblicke auf spätere Ereignisse ohne sie komplett zu erzählen, aber er spricht über das Ergebnis. Erst nach der Hälfte des Buches erklärt der Tod seinen Grund für dieses Handeln.

»Natürlich bin ich gemein. Ich verderbe euch den Spaß und nehme das Ende vorweg, das Ende des gesamten Buches und besonders dieses Abschnittes. Ich habe euch zwei Ereignisse im Voraus verraten, weil ich nicht an Heimlichtuerei interessiert bin.« (S. 211)

Die Darstellung der einzelnen Charaktere ist wunderbar und jeder wurde liebevoll erarbeitet und dem Leser nahe gebracht, so dass man schon nach kurzer Zeit jeden einzelnen in sein Herz schließen konnte. Für mich war es besonders der Jude Max, den die Familie Hubermann in ihrem Keller versteckte. *fangirling*

Ich glaube, wenn ich weiterschreibe, dann verrate ich zu viel.

Nur eine letzte Anmerkung zum Schluss. LEST DAS BUCH!!!

5 Sterne

Eure Jule

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5 Gedanken zu “Die Bücherdiebin (Markus Zusak)

  1. Hallo Jule da du dich für die Zeit, der NSDAP interessierts, habe ich hier noch ein Buch für dich. Ich habe es eben zu Ende gelesen, aber noch keine Rezi geschriebe.n. Sei ganz still, ein Roman der 1938 spielt.

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  2. Huhu liebe Jule! 🙂

    Deine Begeisterung kann ich sehr gut nachempfinden. Ich hab das Buch auch gleich in einem Satz verschlungen und war mega gespannt auf die Verfilmung die ich auch sehr gelungen finde. Ein kleines Meisterwerk! 🙂

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

    Gefällt 1 Person

    1. Huhu liebe Nina
      ich habe ja die Verfilmung vor dem Lesen gesehen und war auch hin und weg. Ich fand auch die Wahl der Schauspieler sehr sehr gelungen und habe den Film geliebt. Daher musste ich letzten Endes das buch auch lesen.
      Ganz liebe Grüße
      Jule

      Gefällt mir

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