Leipziger Buchmesse 2015 – ein »kurzer« Bericht, Teil 1

Alle Mitbringsel und Geschenke der Buchmesse liegen ordentlich durcheinandergestapelt vor mir auf dem Boden meines Wohnzimmers. Mein Freund wirft mir schon seltsame Blicke zu, die wohl bedeuten, dass ich das bitte alles wegräumen soll. – Nicht jetzt! – Aber eher habe ich es einfach nicht geschafft. Bis Sonntag befand ich mich auf der Messe und Montag und Dienstag habe ich durchgearbeitet. Natürlich habe ich in kurzen Pausen versucht diesen Beitrag zu verfassen … No way! … schließlich arbeitete mein Kopf nachts, hinderte mich am Schlafen und so habe ich mir jetzt kurzerhand einfach die Zeit für diesen ersten Beitrag genommen…

Wo fängt man bei der Buchmesse eigentlich an und wo hört man auf?

Ich weiß es nicht und lasse mich nun treiben mit meinen Worten, so wie ich mich hin und wieder auch auf der Messe von den Menschen treiben ließ.

***

Drei Tage habe ich mir das Spektakel in diesem Jahr angesehen und es war anstrengend. Sogar so anstrengend, dass ich gestern bei meiner 10 Stunden Schicht fast am Arbeitsplatz eingeschlafen wäre. Ich danke dem Energy Drink und den lustigen Menschen, die immer wieder vorbeischauten.

Ich werde mich an einer chronologischen Schilderung versuchen und die einzelnen Veranstaltungen, die ich in diesem Jahr besuchte, nicht in allen Einzelheiten wiedergeben. Nur die lustigen Aspekte. 😀

Donnerstag, 12.03.

An diesem Tag hatte ich meinen Freund an meiner Seite und unser Schwerpunkt lag bei der Verleihung des Leipziger Buchpreises und das Schlendern durch die einzelnen Hallen um wenigstens sagen zu können, dass wir alles einmal gesehen haben.

Unser erster Höhepunkt war die Vorstellung der 5 Nominierten für den Leipziger Buchmessepreis in der Kategorie »Übersetzung«. Fünf wunderbare Bücher und 5 wunderbare Persönlichkeiten, die hinter ihnen standen.

Alle Nominierten können hier noch einmal eingesehen werden. 🙂

Zum ersten Mal in diesem Jahr wurden Übersetzungen aus 5 verschiedenen Sprachen ausgewählt, was ich interessant fand und mir vorher gar nicht aufgefallen war. Aber bei solchen Dingen bin ich auch immer etwas blind. 😀

Die Vorstellungen der Übersetzungsarbeiten waren insofern witzig, weil alle 5 Nominierten Meister ihres Faches waren und stundenlang weitererzählt hätten, wenn der Moderator sie nicht immer schweren Herzens hatten bremsen müssen. Ja, die liebe Zeit. Hätten wir doch 1-2 Stündchen mehr gehabt…

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Bis zur Preisverleihung am Nachmittag war anschließend noch eine ganze Menge Zeit und so durfte ein Programmpunkt, den sich allein meine Begleitung aussuchen durfte, nicht fehlen. Wir konnten zu dem Zeitpunkt ja noch nicht wissen, dass wir wenig später auf der wohl ulkigsten Lesung landen würden, die wir je besucht haben.

Die Wahl war auf »Einführung in die Chinesische Medizin« gefallen und laut Beschreibung klang auch alles sehr vielversprechend. Als wir am Veranstaltungsort ankamen, saßen dort bereits jede Menge »Ökos« (Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine). Und ich zolle jedem Autor / jeder Autorin großen Respekt, weil in einem Buch vom ersten geschriebenen Wort bis zur Veröffentlichung sehr viel Arbeit steckt, doch hatte ich bei dieser Lesung leider das Gefühl als wäre die Autorin im China-Urlaub gewesen, hätte anschließend ein paar Bücher über chinesische Medizin gelesen und sich dann gedacht, sie könnte jetzt selbst ein Buch zum Thema schreiben. – Vielleicht war es auch einfach schlechtes Marketing und eine ungünstig gewählte Stelle zum Lesen für das Publikum, die sich mit dem Thema sonst vorher noch nicht beschäftigt hatten.

Entsprechend verließen auch immer mehr Besucher die Veranstaltung, so dass ich selbst ein schlechtes Gewissen bekam und bis zum Schluss geblieben bin, obwohl ich auch gern weggerannt wäre.

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Die Preisverleihung

Eine Stunde vor Beginn der Verleihung sicherten wir uns schon einmal zwei der wenigen Plätze. (Es war purer Zufall gewesen, dass wir so zeitig vor Ort waren und als wir sahen, wie wenig Plätze für das öffentliche Publikum eingerichtet worden waren, entschieden wir uns kurzer Hand einfach zu bleiben.) Es war zwar ein riesiger Bereich für die Verleihung in der Glashalle abgesperrt worden, aber ein Großteil der Plätze war für die Presse reserviert worden.

Schlussendlich kann man jedoch sagen, dass die Preisverleihung kurz und schmerzlos verlief. Die Nominierten jeder Kategorie wurden kurz vorgestellt und dann hörte man auch schon den Namen des Gewinners, die ich hier noch kurz nennen möchte.

Übersetzung: »Judas«

Sachbuch / Essayistik: »Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa«

Belletristik: »Regentonnenvariationen. Gedichte«

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So ein erster Tag schlaucht und nachdem unsere Köpfe überliefen von neuen Informationen und unsere Füße schmerzten, machten wir uns auf den Heimweg. Es sollten für mich schließlich noch 2 spannende Tage folgen.

In den nächsten Tagen folgt dann ein zweiter Messe-Bericht mit dem LovelyBooks-Lesertreffen und meiner Orientierungslosigkeit.

Eure Jule

PS: Bilder gibt es erst im nächsten Beitrag, weil ich von diesem Tag kaum schöne gemacht habe. Eigentlich habe ich nur knapp 10 Bilder geschossen und die sind nicht wirklich für einen Blog geeignet. 😀

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6 Gedanken zu “Leipziger Buchmesse 2015 – ein »kurzer« Bericht, Teil 1

      1. G’naaaaabend 😉

        Endlich Zeit zu antworten 😉 Links sind gesetzt, mehrfach wenn ich’s recht im Kopp hab und Texte sind online.

        Mach Du Dir aber keinen Stress – genieß das Wochenende (wenn Du nicht arbeiten musst, ansonsten genieß es trotzdem!)!

        Liebe Grüße
        Sarah

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      2. Halloooooooooooo 😀
        Ich hab den Beitrag gestern Abend angefangen zu lesen, lese ihn jetzt fertig und werde dann (hoffentlich) meinen 2. Beitrag fertig tippen können. 😀
        Dieses Wochenende habe ich frei *juhuuuuuu*
        Liebe Grüße
        Jule

        Gefällt 1 Person

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