Very Good Lives (Joanne K. Rowling)

Gänsehaut zieht sich über den ganzen Körper. Auch 7 (!!!) Jahre nach dem Erscheinen des letzten Potter-Buches und vier Jahre nach dem letzten Potter-Film ist die Fangemeinde rund um den schwarzhaarigen Jungen nicht verschwunden. Sie sind alle im Verborgenen, warten auf ihre Eule mit dem Brief für Hogwarts oder aber warten gespannt bei Twitter, dass es Nachrichten von Joanne K. Rowling gibt. Sollte dies passieren, steht die Twitter-Gemeinde still. Sie lauschen den Worten von Mrs Rowling und kündigt sie gar ein Buch an – egal, ob unter ihrem richtigen Namen oder unter ihrem Pseudonym Robert Galbraith – streicht man sich das Erscheinungsdatum fett im Kalender an.

Mitte April 2015 war es endlich wieder soweit. Ein neues Buch von Joanne K. Rowling kam auf den Markt.

Very Good Lives

Titel: Very Good Lives

Autorin: Joanne K. Rowling

Verlag: Little Brown Book Group

Seitenzahl: 69 Seiten

Preis: 10,90€

Zum Inhalt:

Im Jahr 2008 wurde Joanne K. Rowling die Ehre zu Teil für die Absolventen der Havard-University eine Rede zu halten. Eine Rede an einem wichtigen Wendepunkt im Leben junger Menschen. Eine Rede über ihr eignes Versagen und gleichzeitig den Mut, den sie den jungen Absolventen mit auf den Weg geben möchte.

Meine Rezension:

Kann man ein Werk von Mrs. Rowling wirklich objektiv bewerten, wenn man seit seinem 12. Lebensjahr – und somit über die Hälfte seines Lebens – mit Büchern dieser Frau lebt und ihr so viel zu verdanken hat? Nein. Objektiv kann man da nicht sein. Aber ich versuche es heute. Und ich werde Scheitern.

Zum Inhalt: Ich hätte mir solch eine Rede nach meinem Abitur gewünscht. Wirklich. Ich kann mich an die Rede zu meiner Abiturfeier nicht mehr erinnern. Im Studium gab es auch keine. Als junger Mensch wünscht man sich keine Rede, in der man hört, wie hoch man mit seinem Abschluss kommen kann, dass einem die schönste und tollste Karriere gewünscht wird. Nein, ich habe mir damals eine ehrliche Rede gewünscht. Nicht jeder wird nach seinem Abschluss den perfekten Job auf Anhieb finden, nicht jeder wird sofort perfekt im Leben stehen. Aber genau das beinhalteten diese Reden damals. Warum sprach damals keiner vom Scheitern?

In der Rede von Joanne K. Rowling wird vom Scheitern gesprochen. Sie stellt es so ehrlich und schonungslos dar, wie es die Art und Weise von Joanne K. Rowling ist. Und ich höre bis hierher schon die kritischen Stimmen, die sagen, dass diese Frau ja gut Reden hat, immerhin habe sie so viele Millionen mit Harry Potter verdient.

Und diesen Menschen möchte ich gern eines mit auf den Weg geben: Joanne K. Rowling wurde keinesfalls in einer reichen Familie geboren, wo der Besuch der Universität selbstverständlich war. Bevor sie das erste Buch veröffentlichte, ging sie ganz normalen Jobs nach und war schließlich arbeitslos, lebte am unteren Ende der Gesellschaft und gab die Hoffnung nicht auf, arbeitete hart und glaubte an ihren kleinen schwarzhaarigen Jungen.

Und jetzt bin ich weit vom Thema abgekommen, weil ich einfach nicht in Worte fassen kann, wie wunderbar passend diese Rede für Uniabsolventen oder Abiturabsolventen ist.

Gestern zweifelte ich noch an meiner Masterarbeit. Zweifelte, dass ich sie wohl nicht fertig bekommen würde. Hatte Angst, dass ich meinen eigenen Anforderungen nicht gerecht werden würde. Und heute? Ist die Motivation wieder da. Der Glaube, dass ich es schaffen kann.

Ein Wort zum Schluss:

Bevor jetzt jemand hinter seinem Bildschirm sitzt und meckert, dass man diese Rede ja auch bei Youtube (hier) ansehen könnte, dem stimme ich voll und ganz zu. Ich stimme auch zu, dass dieses Buch eigentlich, aber nur eigentlich, gar nicht hätte veröffentlicht werden müssen. Mrs. Rowling tut dies auch keinesfalls, weil sie auf das Geld angewiesen ist. Und ich verbiete diese Kritik auf meinem Blog. Wut darf woanders ausgelassen werden, aber nicht hier.

Mein Blog! Meine Regeln! 😀

Denn das Geld, welches mit diesem Buch verdient wird, geht zum großen Teil an die Stiftung »Lumos«, die Kindern auf aller Welt hilft nicht in irgendwelchen Institutionen aufzuwachsen, sondern in richtigen Familien. Mehr Informationen zu »Lumos« gibt es auf Twitter und der entsprechenden Website.

Eure Jule

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4 Gedanken zu “Very Good Lives (Joanne K. Rowling)

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