20.000 Meilen unter dem Meer (Jules Verne)

20.000 Meilen unter dem Meer
Foto: privat

Kurzinfos:

Titel: 20.000 Meilen unter dem Meer

Autor: Jules Verne

Verlag: Nikol Verlag (01.02.2013)

Seitenzahl: 640 Seiten

ISBN-10: 3868201661

ISBN-13: 978-3868201666

Preis: 6,99€

Zum Inhalt:

Professor Aronnax und sein Diener Conseil machen sich auf die Suche nach dem unbekannten Seeungeheuer, das für zahlreiche rätselhafte Schiffsunglücke verantwortlich sein soll. Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Seeungeheuer um die »Nautilus« handelt, das Unterseeboot des seltsamen Kapitäns Nemo. Der Professor und sein Diener verbringen eine Zeit auf dessen Schiff und erleben eine faszinierende Unterwasserwelt, aber auch Kämpfe mit Haien und Riesenkraken.

(Quelle: Rückseite des Buches)

Meine Rezension:

Ein Klassiker, den ich mir da von Jules Verne rausgesucht habe und jeder kennt irgendwoher den berühmten Kapitän Nemo oder sein Schiff, die Nautilus. Und genau aus diesem Grund habe ich dieses Buch endlich einmal lesen wollen. Zu viel hatte ich bisher über den sagenumwobenen Nemo gelesen oder in Filmen gesehen, aber nie die »Wahrheit« gelesen. Jetzt wollte ich endlich einmal erfahren, was nun aus Nemo wird. – Keine Angst, ich werde keine Spoiler nennen, denn wie ich dazu stehe, habe ich ja erst hier deutlich erläutert.

Zu Beginn, als ich das Buch aus der Buchhandlung, wo ich es bestellt hatte, abholen konnte, war ich etwas erschrocken. 640 Seiten! Whoa, da hatte ich mir aber einen ganz schönen Brocken ausgesucht. Aber eine wunderschöne Ausgabe, denn ich hatte mich für die Auflage aus dem Nikol-Verlag entschieden, da diese mit den Illustrationen aus der Originalausgabe versehen war und so kreuzten mich immer wieder wunderbare Schwarz-Weiß-Bilder während des Lesens.

20.000 Meilen unter dem Meer02
Foto: privat

Während des Lesens wurde deutlich, dass dieses Buch aus einem anderen Jahrhundert stammte. Nicht auf Grund der Sprache, sondern die Erzähldynamik war eine ganz andere. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden Romane nicht für die breite Gesellschaft geschrieben, die sie dann innerhalb weniger Tage verschlingen konnte und sich ein paar Tage später ein neues Buch kaufte. Bücher waren damals noch keine Massenware. Gleichzeitig merkte ich, dass dieser Roman nicht nur eine Abenteuergeschichte ist, sondern auch eine kleine Einführung in die Wissenschaft der Unterwasserwelt. Immer wieder wurde der eigentliche Handlungsstrang unterbrochen, weil die Protagonisten die verschiedenen Tier- und Pflanzenarten aufzählten und beschrieben. Mit der Zeit wurde es etwas lästig, weil es für mich irrelevant war, welche Fische in welcher Farbe in welchem Meer lebte. Es war auch einfach zu viel um sich alles merken zu können.

Jedoch hat mir die Geschichte gefallen. Es hat mir gefallen, wie die einzelnen Personen dargestellt wurden. Lediglich die Nautilus war für mich eine typische Mary Sue. Dieses Schiff war großer als alle anderen, stärker als alle anderen und einfach unbesiegbar. Natürlich sollte die Nautilus einen mythischen Charakter erhalten und fortschrittlicher sein als alle anderen bis dahin bekannten Schiffe.

Fazit:

Und trotzdem konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen. Ich habe es gern gelesen und mich unterhalten gefühlt, nur habe ich es aus einem ganz bestimmten Grund gelesen. Ich wollte die Geheimnisse von Kapitän Nemo entschlüsseln und – ich bin nicht zufrieden. Ich bin nach wie vor ein großer Anhänger dieses geheimnisvollen Kapitäns, aber mit den gegebenen Antworten nicht zufrieden.

Wer mehr über Nemo erfahren will und dieses Buch schon gelesen hat, dem empfehle ich »Die Reise zur geheimnisvollen Insel« von Jules Verne. Dort soll es – möchte man Wikipedia Glauben schenken – mehr Infortmationen zu Nemo geben.

3 Sterne

Eure Jule

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2 Gedanken zu “20.000 Meilen unter dem Meer (Jules Verne)

  1. Schade, dass dich das Buch nicht ganz überzeugen konnte. Ich zähle es zu meinen Lieblingen, gerade wegen der ausführlichen Beschreibungen der Unterwasserwelt. Aber ich habe schon öfters gehört, dass dies auf viele Leser abschreckend wirkt 😉

    Wenn du mehr über Kapitän Nemo erfahren möchtest, solltest du in „Die geheimnisvolle Insel“ reinlesen. Er taucht erst gegen Ende auf (und bis dahin fand ich die Geschichte ziemlich öd, weil vorhersagbar und sich ständig in allem wiederholend), aber dafür erfährt der Leser hier viel über Nemos Herkunft, seine Erlebnisse in der Vergangenheit und sein Hass gegen die Menschen wird nachvollziehbarer (wenn auch natürlich nicht tolerierbarer 😉 ).

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, ich hatte „20.000 Meilen“ mit dem Ziel gelesen, mehr über Nemo zu erfahren, deswegen hat es mich auch nicht überzeugen können. Ich bin einfach falsch rangegangen. Aber irgendwann in der Zukunft, nehme ich mir „Die geheimnisvolle Insel“ vor und werde die letzten Geheimnisse lüften. 😉

      Gefällt 1 Person

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