Der Beginn einer Reise

Auf Grund meiner Teilnahme am Literarischen Quintett meiner Uni komme ich derzeit so gar nicht zum Lesen von Harry Potter, obwohl ich mich so auf den Harry-Potter-Marathon gefreut hatte. Aber ich lese und komme voran und wenn ich nicht ständig seitenlange Notizen machen würde, wäre ich bestimmt schon lange fertig mit Band 1.

Darum soll es heute jedoch nicht gehen. Sondern ich möchte ich erzählen, wie ich zu Harry Potter kam. Und wer mich kennt, wird mir die folgende Geschichte nicht glauben, aber sie ist genauso passiert.

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An einem regnerischen Tag im Frühjahr 2001.

Genau da fing alles an. Ich war in der 5. Klasse und es hatte die Zeit begonnen, wo wir im Unterricht Referate halten sollten. Zum ersten Mal sollten wir als Elfjährige vor der Klasse stehen und über etwas reden. Ein Teil von uns bekam fertige Themen und alle anderen, die kein Thema erhalten hatten, durften ihr Lieblingsbuch vorstellen. Ich hatte ein vorgefertigtes Thema erhalten. 😦

Zur damaligen Zeit war das Sprechen vor mehr als fünf Leuten der absolute Horror für mich – heute habe ich damit kein Problem mehr und arbeite sogar in einem Museum und gebe Führungen. Aber zurück zum Thema. Ich war in dieser Zeit oft schlecht gelaunt – wegen dem Referat, wegen dem regnerischen Wetter und – wegen Harry Potter.

Alles begann mit der Streberin der Klasse, die in ihrem Referat »Harry Potter und der Stein der Weisen« vorstellte. Wie immer war bei ihr alles perfekt und wir anderen Schüler durften uns anhören, warum wie nicht so toll waren im Unterricht. Jetzt stellt euch vor, wie motivierend das für den restlichen Tag ist. Für mich war der Tag so gut wie gelaufen, weil nun wirklich alle über Harry Potter redeten und ich total genervt war. Was sollte das alles? War doch nur ein Buch.

Mein heutiges Ich lachte gerade hysterisch. Nur ein Buch. *geht hysterisch lachend ab*

Am gleichen Tag musste ich auch noch zum Kieferorthopäden. Und sind wir mal ehrlich, wer geht da schon gern hin? Und so wurde meine Stimmung nicht besser, weil das Wetter grau war, der Regen auf das Kopfsteinpflaster trommelte und ich wieder an die Streberin mit ihrem tollen Referat erinnert wurde, weil ein Plakat zum Erscheinen von »Harry Potter und der Feuerkelch« am Kaufhaus hin. Schon wieder Harry Potter…

Wie wurde aber jetzt aus mir dieser absolute Potter-Nerd, der ich heute bin?

Schuld daran ist meine damalige beste Freundin. Sie fragte ich nämlich, ob sie auch die Bücher gelesen hätte. Sie bejahte meine Frage und fügte hinzu, dass Teil 1 jedoch langweilig sei und ich eigentlich direkt Teil 2 lesen könnte. In meinem jugendlichen Leichtsinn tat ich wie mir empfohlen und wünschte mir von meinen Eltern Teil 2, 3 und 4 von meinen Eltern. Und das war der Anfang vom Ende. Ich konnte die Bücher nicht mehr aus der Hand legen. Und ich verstehe bis heute nicht, wie man Teil 1 als langweilig empfinden kann. Wahrscheinlich jugendlicher Leichtsinn…

Wie seid ihr denn zu Harry Potter gekommen?

Eure Jule

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7 Gedanken zu “Der Beginn einer Reise

  1. Sehr cooler Beitrag. Ich hatte mich schon gewundert, wo deine Einträge bleiben, aber mach dir kein Stress.
    5. Klasse. Eine Referendarin möchte das Buch durchnehmen,. Meine Gedanken: oh neeeee, nicht Harry Potter… xD ja und dann habe ich begonnen mitvLesen… xD

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    1. Ja, also ähnlich wie bei mir 😀
      Ein paar Jahre später wollte eine andere Schule hier in Chemnitz das Buch in der 5. Klasse behandeln, da haben sich zwei Elternpaare dagegen gewährt und am Ende musste die armen Schüler „Rudi, das Rennschwein“ (oder so ähnlich) lesen 😀
      Und das alles nur, weil es bei Harry Potter um Magie geht, was die Eltern nicht wollten. oO

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