[100 Bücher] Die Auserwählten – Kill Order (James Dashner)

Dank des Literarischen Qunitetts musste dieses Buch etwas warten, bis es sich gemeinsam mit mir auf eine spannende Lesereise begeben durfte.

An erster Stelle möchte ich jedoch dem Carlsen-Verlag danken, der mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte. Das Buch war nach meiner kleinen Anfrage so schnell bei mir angekommen, dass ich die Überraschung erst einmal verdauen musste. Vielen lieben Dank!

Die Auserwählten Kill Order
Foto: privat

Kurzinfos:

Titel: Die Auserwählten – Kill Order (Originaltitel: The Kill Order)

Autor: James Dashner

Verlag: Chicken House (28.08.2015)

Seitenzahl: 441 Seiten (eBook: 332 Seiten)

ISBN-10: 3551520763

ISBN-13: 978-3551520760

Preis: 19,99€ (Hardcover), 13,99€ (ePub)

Spoilerwarnung: Auch wenn es sich bei diesem Buch um ein Prequel handelt, ist es ratsam, dass man trotz alledem die Trilogie vorher gelesen hat. Ich werde so gut es geht spoilerfrei schreiben, aber einige Informationen doch nennen müssen, da sie Hauptbestandteil der Handlung des Prequels sind. Wer also nur Teil 1 »Die Auserwählten im Labyrinth« gelesen hat, sollte besser erst Teil 2 lesen, bevor er mit der Inhaltsangabe fortfährt…

Ihr seid gewarnt! 😉

Zum Inhalt:

Es handelt sich bei diesem Buch um das Prequel der »Auserwählten«-Trilogie (Rezensionen Teil 1, 2, 3) und spielt 13 Jahre vor den Ereignissen im Labyrinth. Die Sonneneruptionen haben einen Großteil der Erdoberfläche verbrannt. Jeder Tag ist ein Kampf ums Überleben. Mark und seine Freunde sind auf der Suche nach einem Ort, der ihr neues Zuhause werden kann, bis sich von Jetzt auf Gleich alles verändert und eine neue Bedrohung und somit ein neuer Kampf ums Überleben beginnt.

Meine Rezension:

James Dashner liefert mit »Kill Order« eine wunderbare »Fortsetzung« (obwohl es ja ein Prequel ist), die mit neuen Charakteren aufwartet, die man jedoch genauso schnell in sein Herz schließt wie Thomas, Teresa und die anderen Lichter.

An diese neuen Charaktere musste ich mich zu Beginn gewöhnen, denn irgendwie hatte ich damit gerechnet mehr über Thomas und seiner Zeit vor dem Labyrinth zu erfahren. Aber 13 Jahre vor den Ereignissen auf der Lichtung war Thomas ca. 3 Jahre alt – und wollte ich ein Buch über ein Kleinkind lesen? Nein.

Stattdessen begleitet der Leser diesmal die Gruppe rund um Mark und Alec, die die Sonneneruptionen überlebt haben und nun in einer Welt voller Zerstörung ihr Leben meistern müssen. Für den Leser wird eine Welt mit brutalster Realität geschildert, die zwar einen enormen technischen Fortschritt errungen hat, der jedoch ohne Strom und vorhandene Ressourcen nicht mehr verwendet werden kann. Die Menschen sind somit einem Leben ohne diesen Fortschritt und der Umwelt gnadenlos ausgeliefert und es beginnt ein Kampf um Leben und Tod.

James Dashner gelingt es durch seinen spannenden Schreibstil und das Unterteilen seines Buches in kurze Kapitel mit den berühmten Cliffhangern, dass man immer weiterlesen will und sich selten traut das Buch zur Seite zu legen, weil man befürchtet, dass den Charakteren etwas zustoßen könnte.

Über die Freisetzung des Virus Der Brand hat man schon in den ersten drei Bänden etwas erfahren, nun aber zu lesen, wie schnell und gefährlich er sich ausgebreitet hat, hat mich an die Ereignisse zu Beginn des Jahres erinnern lassen, als in allen Nachrichten über Ebola berichtet wurde. Dabei stellte ich mir die Frage, ob es wirklich so schnell gehen kann, dass ein Virus die Bevölkerung so schnell dahinraffen kann. Und ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass es möglich ist. Nicht in Bezug auf Ebola (Ich will jetzt hier keine Panik auslösen. 😀), aber dieser Virus Der Brand wurde allein durch Berührung und die Luft übertragen. Bei großen Menschenansammlungen wie wir sie in den großen Metropolen vorfinden, möchte man sich solch eine Epidemie nicht vorstellen.

Was mich an diesem Buch gestört hat, waren die vielen Szenen, in denen sich Mark und Alec mit ihren Feinden prügelten. Diese Szenen verdeutlichten zwar die brutale Realität, in der sich die Protagonisten befanden, jedoch zogen sich diese Szenen oftmals über mehrere Kapitel und gerade gegen Ende des Buches hatte ich das Gefühl, dass die Protagonisten entweder rannten oder sich prügelten. Auch störte mich etwas die Handlung, die ich sehr lang gezogen fand – was wohl an den Prügelszenen lag. Ich hatte das Gefühl mich nicht vom Fleck bewegen zu können, weil immer wieder Gegner auf Mark und Alec zustürmten und sich erst einmal geprügelt werden musste.

Dies soll jedoch mein einziger Kritikpunkt bleiben, denn in einer Welt, die von Sonneneruptionen zerstört wurde, Menschen keine Nahrung mehr finden und täglich ums Überleben kämpfen müssen und die schließlich mit einem unbekannten Virus konfrontiert werden und in einer Welt leben, wo man nicht einfach zum nächsten Arzt gehen kann um sich helfen zu lassen – ich möchte nicht wissen, wie die Menschheit wirklich auf solch eine Situation reagieren würde.

Und zu guter letzt: Danke für nichts, James Dashner – nein Spaß! Aber mit diesem Cliffhanger darf der Leser jetzt bis 2016 warten, wenn The Fever Code erscheint. Ich bin gespannt und freue mich schon, eine weitere Reise in diese zerstörte Welt zu unternehmen.

Fazit:

Das Prequel reicht zwar nicht an die Trilogie um Thomas und die Lichter heran, ist aber ein unglaublich spannendes Buch, was einem die reale Welt außerhalb der Experimente von ANGST deutlich vor Augen führt und dabei nichts zu Schönen versucht, sondern dem Leser eine gnadenlos ehrliche und brutale Welt vor Augen führt.

Für Fans der »Auserwählten«-Trilogie definitiv ein Muss.

 4 Sterne-Braun-oH

Eure Jule

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