Bei Regen im Saal (Wilhelm Genazino)

Im Rahmen des Literarischen Quintetts (Bericht dazu hier) an meiner Uni habe ich unter anderen »Bei Regen im Saal« lesen dürfen. Wie mir dieses Buch gefallen hat, haben die Gäste live vor Ort gehört und ihr dürft es heute hier auf meinem Blog lesen.

Ich danke an dieser Stelle dem Hanser Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars und natürlich auch der Buchhandlung Universitas.

Bei Regen im Saal2
Foto: privat

Kurzinfos:

Titel: Bei Regen im Saal

Autor: Wilhelm Genazino

Verlag: Hanser Verlag (28.07.2014)

Seitenzahl: 158 Seiten

ISBN-10: 3446245960

ISBN-13: 978-3446245969

Preis: 17,90€

Zum Inhalt:

Reinhard ist Akademiker, studierter Philosoph um es genau zu sagen. Das scheint das einzige, was er in seinem Leben zu Stande gebracht hat. Seine Beziehung läuft nicht so, wie man es sich vielleicht vorstellen möchte und auch sein Job – er ist ein Lebenskünstler oder wie er sich selbst nennt: ein Überwinder.

Und schließlich trennt sich seine Freundin, Sonja, von ihm. Ein Leben im Abseits beginnt für Reinhard. Und ob er dort glücklich wird, wird sich zeigen.

Meine Rezension:

Von diesem Buch hatte ich mir eine tragische, vielleicht komplizierte Liebesgeschichte versprochen. Das Cover gefiel mir auf Anhieb, obwohl ich es in einer Buchhandlung wahrscheinlich nicht aus dem Regal gezogen hätte. Und trotzdem war es wunderbar, dieses Buch in den Händen halten zu können. Auch das Format hat mir sehr gut gefallen, denn es war irgendwie nicht das klassische Buchformat, sondern etwas schmaler in der Breite und lag daher beim Lesen wunderbar in der Hand.

Auf solche Dinge sollte man auch hin und wieder achten. Und je angenehmer ein Buch in den Händen liegt, desto mehr freue ich mich schließlich es lesen zu können.

Leider waren das auch schon die einzigen positiven Aspekte, die ich zu diesem Buch verlauten lassen kann. Die Geschichte um den männlichen Protagonisten wirkt herausgerissen aus einem anderen Roman. Es gibt keinen richtigen Anfang und auch kein richtiges Ende; fast so als würde etwas fehlen. Daher verstand man oftmals Probleme des Protagonisten nicht, weil das Gefühl entstand, dass dem Leser eine wichtige Information vorenthalten wurde.

Das Verstehen des Protagonisten wurde zusätzlich durch den Schreibstil kompliziert, denn es gab kaum Absätze, lange Kapitel und innerhalb eines Kapitels und manchmal sogar innerhalb eines Absatzes Zeitsprünge. Plötzlich erzählte der Protagonist von einer Erinnerung aus seiner Kindheit, die plötzlich in einer Situation in seinen Gedanken erschien. Zumal verstehe ich nicht, warum man bei diesem Roman auf direkte Rede verzichtete. Man erfährt nur durch indirekte Rede, was in einem Gespräch stattgefunden hat – weil uns der Protagonist von diesem Gespräch erzählt.

Durch all diese Faktoren quälte ich mich durch die Seiten und hatte manchmal das Gefühl, dass ich bereits seit Stunden lese und eigentlich schon an die 100 Seiten hätte hinter mich gebracht haben müssen, aber am Ende nur zehn Seiten geschafft hatte.

Fazit:

Dieses Buch hatte für mich weder Hand noch Fuß und hätte ich es nicht im Rahmen einer Veranstaltung lesen (müssen), hätte ich es bereits nach 20 Seiten abgebrochen.

1 Stern-oH

Eure Jule

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Ein Gedanke zu “Bei Regen im Saal (Wilhelm Genazino)

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