[100 Bücher] Harry Potter und die Kammer des Schreckens (Joanne K. Rowling)

EIN GESUNDES NEUES JAHR WÜNSCHE ICH EUCH ALLEN!!!!

Das neue Jahr hat begonnen und ich hatte in der Weihnachtszeit absolut keine Zeit Rezensionen zu schreiben, weil ich nie lange genug am Laptop saß. Ich habe dennoch jede Menge gelesen und werde jetzt nach und nach versuchen die Rezensionen zu tippen und euch mit meinem Geschreibe wieder unterhalten.

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Los geht es mit »Harry Potter und die Kammer des Schreckens«. Für mich ist dieses Buch etwas ganz besonderes. Warum? Das steht weiter unten. Ich wünsche euch jedoch viel Spaß beim Lesen.

Harry Potter und die Kammer des Schreckens-Bearbeitet
Foto: privat

Kurzinfos (Angaben zum deutschen Hardcover/englischen Taschenbuch):

Titel: Harry Potter und die Kammer des Schreckens / Harry Potter and the Chamber of Secrets

Autorin: Joanne K. Rowling (Übersetzer: Klaus Fritz)

Verlag: Carlsen / Bloomsbury (21.03.1999 / 01.09.2014)

Seitenzahl: 352 Seiten / 361 Seiten

ISBN: 978-3-551-55168-9

Preis: 15,90€ / 6,99£

Zum Inhalt:

Endlos und zäh wie Kaugummi erscheinen Harry die Sommerferien. Wenn seine Pflegeeltern, die Dursleys, nicht Angst hätten, er würde sie in Mistkäfer verwandeln, müsste er sicherlich die ganze Zeit im Besenschrank verbringen. Auf das neue Jahr in Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei, aber freut sich Harry sehr. Doch – wie sollte es anders sein – auch dieses Schuljahr verläuft nicht ohne abenteuerliche Zwischenfälle. Erst verpasst er mit seinem Freund Ron den Zug nach Hogwarts, dann läuft beim ersten Quidditch-Spiel alles schief und schließlich taucht etwas Unheimliches im Schloss auf, für das sogar der weise Dumbledore keine Erklärung hat.

(Quelle: Rückseite der deutschen Hardcoverausgabe)

Meine Rezension:

It is our choices, Harry, that show what we truly are, far more than our abilities. – Albus Dumbledore (HP2, Dobbys Belohnung)

Mit diesem Buch begann im April 2001 meine Reise nach Hogwarts. Für die Potter-Generation ziemlich spät, ich weiß. Band 1 hatte ich – auf den Rat einer guten Freundin hin – übersprungen und deswegen mit diesem Buch angefangen. Sofort war ich Feuer und Flamme, las Band 3 und 4 und schließlich auch Band 1 und reihte mich danach in die Schlange von Fans ein, die nun Monate und sogar Jahre auf den nächsten Band warten mussten. (Bei Band 5, 6 und 7 gibt es dann die jeweiligen Geschichten, wie ich nachts vor Buchhandlungen verzweifelte.)

Und trotzdem rutschte »Harry Potter und die Kammer des Schreckens« in all den Jahren auf den letzten Platz meiner Potter-Bücher. Ich mochte die anderen Bände alle mehr und diesmal wollte ich eine Begründung schreiben. Ich wollte den Lesern meines Blogs eine Begründung liefern und vor allem mir selbst, warum Band 2 für mich der unbeliebteste Band der Reihe ist.

Doch ich habe keine! Und dies liegt vor allem daran, weil »Die Kammer des Schreckens« nicht mehr auf dem letzten Platz liegt. Dieses Buch steht jetzt in meiner Gunst wieder neben all den anderen sechs Büchern. Mit dieser Rezension möchte ich versuchen zu erklären warum.

Spoilerhinweis! – Solltet ihr gerade zum ersten Mal zusammen mit Harry nach Hogwarts reisen, dann ist diese Rezension ab diesem Punkt nichts für euch, denn es wird auf Dinge eingegangen, die erst ab Band 6 wieder wichtig werden.

Eigentlich hatte ich gedacht, bei »Harry Potter« keine Spoilerwarnungen schreiben zu müssen. Aber gerade bei Instagram finde ich derzeit unzählige Leser, die das erste Mal nach Hogwarts reisen und ich möchte ihnen nicht den Spaß an der Reihe nehmen. Und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie neidisch ich auf diese jungen Leser bin.

Mit diesem Buch ist Mrs Rowling ein Coup gelungen, der erst beim zweiten/dritten Mal lesen dem Leser wirklich auffällt. Oder vielleicht auch später. In diesem Band liegt einem die gesamte Genialität der Zaubererwelt und der Geschichte, die sich J. K. Rowling während einer Zugfahrt ausdachte, zu Füßen. In »Harry Potter und die Kammer des Schreckens« werden Geheimnisse und Geschehnisse vorbereitet, die erst viel später, nämlich am Ende des Halbblutprinzen wirklich tragend sind.

Was meine ist damit?

Also von vorn. Harry wird von den Weasleyzwillingen und Ron aus dem Ligusterweg abgeholt und verbringt schließlich den letzten Teil der Sommerferien im Fuchsbau. Mit den Weasleys reist Harry mit Hilfe von Flohpulver in die Winkelgasse. Zumindest hat Harry das vor, doch dank seines Unwissens und seiner undeutlichen Aussprache landet er bei Borgin & Burke’s in der Nokturngasse. Harry ist verdreckt und seine Brille ist kaputt und zu allem Überfluss erscheint Malfoy mit seinem Vater vor dem Laden. Um nicht gesehen zu werden, versteckt sich Harry in einer Art Schrank (»large black cabinet«) – Kommt es euch bekannt vor? Genau, das Verschwindekabinett aus Band 6. Aber begleiten wir nun Malfoy durch das Geschäft. Dessen Blick wandert nämlich in Richtung einer Halskette mit folgender Beschriftung: »Caution: Do Not Touch. Cursed – Has Claimed the Lives of Nineteen Muggle Owners to Date.« – Wieder ein Gegenstand, der uns später im 6. Band wieder begegnen wird und Katie Bell verhext.

Für den letzten Hinweis auf den »Halbblutprinzen« muss ein Sprung nach vorn unternommen werden. Harry verschmutzt nach einem anstrengenden Quidditch-Training die Flure und begegnet dabei Filch, der ihm eine ordentliche Strafarbeit verpassen möchte. Doch so weit kommt es nicht, denn gerade will er das entsprechende Formular für die Strafe ausfüllen, als ein ohrenbetäubender Knall verursacht von Peeves Filch aus seinem Büro lockt. Vom wütenden Filch erfährt Harry, dass es sich bei dem Lärm um die Zerstörung eines sehr wertvollen Verschwindekabinetts handelte. – Malfoy erhält schließlich im 6. Band die Aufgabe das kaputte Verschwindekabinett in Hogwarts zu reparieren, damit die Todesser heimlich ins Schloss gelangen können.

Ich lasse das jetzt hier so stehen und wünsche allen viel Spaß, solltet ihr jetzt euer Exemplar von »Harry Potter und die Kammer des Schreckens« aus dem Regal ziehen. 😉

Auch die Entwicklung der einzelnen Charaktere hat mir gefallen. Hermine, die neben ihren Büchern auch mal einen Lehrer anhimmelt. Ron und Harrys Freundschaft wird in diesem Band gefestigt – noch fester, als sie nach dem Ende des ersten Bandes kaum noch vorstellbar war.

Und was mein Herz höher schlagen ließ; die kleinen Momente zwischen Harry und Ginny. Mir ist nie aufgefallen, wie sehr Mrs Rowling diese spätere Beziehung schon andeutet. Wer mir in den Kommentaren also mit Harry-Hermine-Theorien kommt, den argumentiere ich in Grund und Boden. 😀

Fazit:

»Harry Potter und die Kammer des Schreckens« ist eine würdige Fortsetzung des ersten Bandes und hervorragend zum Träumen und einer Rückkehr nach Hogwarts. Ein Buch, das wie seine sechs Begleiter ganze Generationen begeistern kann.

4 Sterne-Braun-oH

Die Bewertung gestaltet sich bei den Harry-Potter-Büchern etwas anders. Auf meine vergebenen Sterne werden immer noch einmal 5 Sterne draufgerechnet. Denn jedes Potter-Buch steht weit über allen anderen Büchern, die ich je gelesen habe.

Eure Jule

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11 Gedanken zu “[100 Bücher] Harry Potter und die Kammer des Schreckens (Joanne K. Rowling)

    1. Ja, das ist wohl war.
      Meine Philosophielehrerin sagte mal, dass sie jedes Jahr „Faust“ von Goethe einmal liest, weil sie immer etwas Neues entdeckt. Und ich glaube, dass es mir bei Harry so gehen wird, immer wenn ich die Bücher noch einmal lese. 😀

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      1. Da schließe ich mich dir an. Ich finde, wir haben das bessere Los gezogen. Harry liest sich doch vieeeeel schöner als Faust. Das Buch hat mich fast meine Deutschnote gekostet… Haha

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  1. Ja genau das ging mir beim zweiten Mal lesen des dritten Teils aufgefallen: wäre nicht just in der finalen Nacht Vollmond gewesen, wäre Wurmschwanz nicht entkommen und hätte Voldemord niemals helfen können, zurückzukommen.
    Alles ist so wunderbar vollendet!
    Liebe Grüße
    Itchy

    Gefällt 1 Person

  2. Ich habe die Bücher selbst bestimmt 5 mal gelesen – nur für mich. Habe alle 7 Bände erst meinem Bruder vorgelesen, als er noch nicht lesen konnte (mittlerweile ist er 18… wie schnell doch die Zeit vergeht!) und zu guter letzt meinem Freund, weil er nach der Arbeit immer zu erschöpft ist, um selbst ein Buch aufzuschlagen. Manchmal ist er nach 2 Seiten eingeschlafen und gefrustet habe ich einfach weitergelesen und das Ganze am Folgetag wiederholt. Harry wird einfach nie langweilig!
    Und bildungswert hat die Reihe auch. Das Einfädeln der Charaktere in die Gesellschaft hat etwas von einem Bildungsroman, die hierarchischen Strukturen (Halbblüter, Muggelgeborene, etc. pp.), Rassismus, Intrige, Erpressung machen die Bücher zu Klassikern, die viel eher bei Schulkindern ankommen würden als die mittlerweile entfremdete Literatur, die ich lesen musste. Sie könnten was bei Lernen und Spaß haben. Hätte wohl Lehrerin werden sollen… Verdammt. xD

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