Harry Potter und der Gefangene von Askaban (Joanne K. Rowling)

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Denkt dran, wer die Bücher noch nicht gelesen hat (ich finde es immer wieder erstaunlich, dass es wirklich Personen gibt, die die Bücher nicht gelesen haben), die folgende Rezension enthält Spoiler. Womöglich sogar schon auf die nächsten Bände. 😀

Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Foto: privat

Kurzinfos (Angaben zum deutschen Hardcover/englischen Taschenbuch):

Titel: Harry Potter und der Gefangene von Askaban / Harry Potter and the Prisoner of Askaban

Autorin: Joanne K. Rowling (Übersetzer: Klaus Fritz)

Verlag: Carlsen / Bloomsbury (21.08.1999 / 01.09.2014)

Seitenzahl: 448 Seiten / 462 Seiten

ISBN: 978-3-551-55168-9

Preis: 16,90€ / 6,99£

Zum Inhalt:

Natürlich weiß Harry, dass das Zaubern in den Ferien strengstens verboten ist, und trotzdem befördert er seine schreckliche Muggel-Tante Magda mit einem Schwebezauber an die Decke. Die Konsequenz ist normalerweise: Schulverweis! Nicht so bei Harry; im Gegenteil, man behandelt ihn wie ein rohes Ei. Hat es etwas damit zu tun, dass ein gefürchteter Verbrecher in die Schule eingedrungen ist und es auf Harry abgesehen hat? Mit seinen Freunden Ron und Hermine versucht Harry ein Geflecht aus Verrat, Rache, Feigheit und Verleumdung aufzulösen und stößt dabei auf Dinge, die ihn fast an seinem Verstand zweifeln lassen.

(Quelle: Rückseite der deutschen Hardcoverausgabe)

Meine Rezension:

Ich liebe diesen Teil der Reihe. Um ehrlich zu sein, habe ich sehr lange daran geglaubt, dass man ein Hardcover-Buch nicht zerlesen kann. Aber meine erste deutsche Ausgabe dieses Buches sieht wirklich schlimm aus. Das Rücken ist kaputt, im Buch auf einzelnen Seiten erlebt nicht nur Harry seine Abenteuer, sondern sie werden ergänzt durch meine eigene Geschichte in Form von Kaffee- und Kakaoflecken, Flecken, die von Blättern stammen, die für ein Schulprojekt darin gepresst worden. In diesem Buch stecken sehr viele Erlebnisse – von Harry und von mir persönlich.

Harry Potter und der Gefangene von Askaban2
Foto: privat // Bei jedem erneuten Lesen geht es noch ein Stückchen mehr kaputt. 😦

Warum ich diesen Band so liebe?

Mit »Harry Potter und der Gefangene von Askaban« schlägt Joanne K. Rowling eine neue Richtung in Hogwarts ein. Der Leser trifft hier nicht mehr auf das junge Trio, das besonderen Geheimnissen in der Schule auf den Grund geht. Diesmal stehen sie am Anfang ihrer Pubertät, es kommt zum ersten großen Streit, in dem sich das Trio für eine geraume Zeit spaltet und doch wieder zusammen findet. Für mich ein großer Beweis, dass egal was passiert, sie doch nicht ohne einander können und die Freundschaft zwischen Harry, Ron und Hermine jedes Hindernis überwinden kann.

Ein weiterer Punkt, der für mich diesen Band so besonders macht sind die Karte der Rumtreiber (wobei ich die englische Bezeichnung vom Klang her um einiges schöner finde) und mit der Karte verbunden natürlich Krone, Tatze, Moony und Krätze. Ich liebe einfach die ganze Geschichte um die vier Freunde. Man erfährt so viel über die Welt, die sich Mrs Rowling ausgedacht hat, dass sie so weit in die Vergangenheit zurück gehen kann und ihre Charaktere trotzdem so lebendig wirken. Gleichzeitig bekommt eine erste Vorstellung davon, warum Snape Harry so hasst und ihn so behandelt, wie er es seit Band 1 tut.

Snape ist ein weiterer Grund, warum ich das Buch liebe. Obwohl Snape erwachsen ist und eigentlich über kindische Streitereien aus der Vergangenheit hinwegsehen sollte, lässt er seinen Hass gegenüber Lupin und auch Sirius so deutlich zu Tage kommen, dass man sich, wenn diese drei Personen aufeinander treffen in die Vergangenheit zurückversetzt fühlt.

Und natürlich Sirius und Lupin. Ich liebe die beiden. Sirius ist auf seine eigene weiße ein arrogantes Arschloch. Das kann man auch nicht wirklich leugnen. Zumindest gegenüber Snape verhält er sich so. Und gleichzeitig ist er so liebevoll und fürsorglich gegenüber Harry. Sein erster Gedanke ist nicht, dass er frei ist, sobald Wurmschwanz dem Zaubereiministerium übergeben wurde, sondern, dass Harry als sein Patensohn nun ein richtiges Zuhause bekommen könnte. Jedes Mal, wenn ich dieses Buch lese, hoffe ich, dass Wurmschwanz nicht entkommt und Sirius frei ist und nicht die kommenden Jahre auf der Flucht verbringen muss.

An Lupin liebe ich, dass er der vernünftigste ist. Er geht auf die Sticheleien von Snape gar nicht ein, und ist gerecht zu allen Schülern, denn er weiß wie es ist ein Außenseiter zu sein – anders zu sein. Er ist der erste der Rumtreiber, der Harry das erste Mal nach dem Tod von Lily und James sieht und sieht in dem Jungen, der da im Abteil bei ihm sitzt sofort den Sohn seines toten besten Freundes. Lupin erkennt Harry, weil er mit James sieben Jahre zusammen nach Hogwarts gefahren ist und dieses schwarze verstrubbelte Haar sofort erkannte.

Ich finde auch die Dementoren als Kreaturen einzigartig, auch wenn ich sie unglaublich gruselig finde. Jedoch gefällt mir der Gedanke dahinter, die Veranschaulichung von Depressionen, die ebenso wie Dementoren das Glück aus einem Menschen heraussaugen.

Fazit:

»Harry Potter und der Gefangene von Askaban« ist mein Lieblingsteil der Reihe, weil er eine wunderbare Mischung aus der beginnenden Pubertät der Trios und der immer näher kommenden Gefahr schafft. Hinzukommen die neuen Charaktere, Lupin und Sirius, die man sofort in sein Herz schließen muss, weil sie eine Verbindung schaffen – zu Harrys Vergangenheit und seinen Eltern und Harrys Zukunft.

5 Sterne-Braun-oH

Eure Jule

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