Agarax – Der Hexenfluch (Leo Aldan)

Kennt ihr diese Massenmails? Die Mails, die einem vormachen, dass der eigene Blog so einzigartig und toll sei, dass der Autor ihn auserwählt habe, und dir als Blogger sein neues Buch als Rezensionsexemplar anbietet? Als ich das erste Mal solch eine Mail erhielt, freute ich mich, denn jemand war auf meinen kleinen Blog aufmerksam geworden. Aber schnell fiel mir auf, dass ich nicht die einzige war. Mir ist schon klar, dass gerade Selfpublisher die Blogger nutzen um Werbung für ihre Bücher zu nutzen, damit habe ich auch kein Problem und finde es richtig. Aber ich finde diese Massenmails respektlos, denn jeder Blogger steckt auch Arbeit in den Blog und möchte nicht mit Massenmails abgespeist werden.

Ich hatte gerade wieder etliche solcher Massenmails erhalten, als mir Leo Aldan schrieb. Die Mail war persönlich, er hatte meine letzte Rezension gelesen und war anschließend der Meinung, dass mir sein Buch gefallen könnte. Ganz ehrlich? Er war der erste, wo ich wirklich auf den Link klickte und mich über das Buch informierte. Es sagte mir zu, also antwortete ich auf die Mail und erhielt das Buch »Agarax – der Hexenfluch«, das ich euch heute vorstellen möchte.

An dieser Stelle noch einmal Danke an Leo Aldan, für das Rezensionsexemplar und die schnellen und freundlichen E-Mails.

Agarax-Hexenfluch02
Foto: privat

Kurzinfos:

Titel: Agarax – Der Hexenfluch

Autor: Leo Aldan

Verlag: BookRix (03.03.2016)

Seitenzahl: 242 Seiten (dies zeigte mir zumindest mein Kobo an)

ASIN: B01BLENS1G

Preis: 2,99€ (Kindle Edition bei Amazon)

Zum Inhalt:

Jeff ist 27 Jahre alt und kehrt nach Jahren in seinen Heimatort nach Pine Dale zurück um einem alten Familiengeheimnis nachzugehen. Sein Großvater starb mit nur 28 Jahren, ebenso sein Vater. Sollte es nun Jeff auch in wenigen Monaten treffen?

Doch in Pine Dale treibt ein Massenmörder sein Unwesen und auch andere seltsame Ereignisse überschatten die Recherchearbeiten von Jeff und dann taucht da auch noch Nicole auf – seine beste Freundin in Kindheitstagen…

Meine Rezension:

Zunächst, mein Kobo ist kaputt, gestört oder krank. Ich habe keine Ahnung. Für mich war dank der Macken der Lesefluss für mich völlig im Arsch (sorry!), aber beim Umblättern überlegte er stets sehr lange und die Seite lud sich sehr langsam. Und nein, es lag auch nicht an dieser Datei des Buches, sondern dies veranstaltete er auch bei anderen Büchern. Falls da jemand einen Rat weiß, meldet euch bitte.

***

Wer mich kennt, weiß, dass ich Fantasy-Bücher liebe und dabei ist es irrelevant, ob es dabei Urban Fantasy, High Fantasy oder einem anderen Unterthema angehört. (Mir ist die Einteilung auch egal. 😀)

Irgendwie hatte ich beim Klappentext und bei der Leseprobe völlig übersehen, dass die Handlung in einem kleinen Ort in den USA spielen würde. Ich mag alles, was mit der USA zu tun hat und dort spielt so rein gar nicht. Ich kann es nicht beschreiben, aber die ganze Kultur und Lebensweise der Amerikaner ist so gar nichts für mich und gefällt mir nicht. Und trotzdem mochte ich nach anfänglicher Abneigung Pine Dale. Sämtliche Klitschees eines kleinen amerikanischen Ortes werden abgerufen ohne überladen zu wirken. Da gibt es die Jungenclique aus der Schulzeit, wo einer die Stadt fürs Studium verließ, ein anderer sehr erfolgreich wurde und das »Mauerblümchen« am Leben scheitert. Es gibt den Geistlichen, der seine Augen und Ohren überall hat und natürlich die verbitterte Alte, der man es nicht recht machen kann und die sich überall einmischt und bei Gerüchten zuerst ihre Meinung kund tut.

Die verschiedenen Ideen der Ausübung der Magie und auch die geheimnisvolle Parallelwelt fand ich sehr interessant, obwohl ich mir gern noch mehr Einzelheiten, noch mehr Informationen gewünscht hätte. Vieles wurde angesprochen, aber leider nicht bis zum Ende erklärt. Der Zwist zwischen den weiblichen Hexen und den männlichen Magiern und auch der Kampf gegen den obersten Dämonen waren interessant, aber der Ursprung allen Übels war nicht bis zum Ende erklärt.

Aber mir hat trotzdem die Kreativität Leo Aldans gefallen. Besonders bei der Namensgebung der einzelnen Hexenmitglieder. Auch war jeder der Charaktere schnell erkennbar an seiner Sprechweise, an seinem Auftreten und seinem Handeln. Nichts wirkte gekünstelt und so habe ich gerade die beiden Wächterinnen von Jeff schnell ins Herz geschlossen.

Ihr seht, dass ich keine Namen nenne, was wohl daran liegt, dass sie so einzigartig sind, dass ich sie abschreiben müsste, aber mein eReader gerade nicht mein bester Freund ist und ich deswegen darauf verzichte bevor ich sie falsch schreibe.

Mein allergrößter Wunsch an das Buch war und ist mehr Zeit. Nicht mehr Zeit zum Lesen, sondern mehr Zeit für Erklärungen, für die Entwicklung der Charaktere und für die Spannung. Manche Sachen passierten so schnell nach einander, dass ich mir dazwischen einfach Zeit gewünscht hätte. Deswegen habe ich mich in manchen Passagen auch etwas verloren gefühlt, weil alles so schnell ging. Plötzlich hatte die weibliche Hauptperson, Nikki, einen enormen Entwicklungsschub vollzogen, dass ich nicht richtig wusste, woher er kam. Oder auch die Zeitverschiebungstheorie, die kurz erwähnt wird – da wäre eine längere Erklärung schöner gewesen.

Ein großer Pluspunkt dieses Buches war und ist das Ende. Es war so überraschend und gelungen. Ich bin ehrlich, wäre das Ende anders gewesen, wäre ich sehr enttäuscht gewesen. Gerade die letzten Seiten fand ich sehr gut, aber auch hier hätte ich mir dann ein paar Seiten mehr gewünscht, weil ich es so gut fand.

Fazit:

Viele gute Ideen kommen in »Agarax – Der Hexenfluch« zusammen, von denen ich mir jedoch ausführlichere Erklärungen gewünscht hätte. Ansonsten bietet »Agarax« liebevolle und verrückte Charaktere, die man schnell ins Herz schließt.

3 Sterne-Braun-oH

Eure Jule

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2 Gedanken zu “Agarax – Der Hexenfluch (Leo Aldan)

  1. Huhu!

    Ich habe den Roman auch gerade erst gelesen, die Rezension ist schon vorbereitet und wird wohl so in 2 Wochen erscheinen, aber eins vorweg, mir hat das Buch genauso wie dir auch sehr gut gefallen.

    Das Problem mit den Massenmails kenne ich leider auch nur zu gut. Da bekommt man eine Mail, wo der Autor schreibt er fände meinen Blog ach so toll und sein Buch könnte mich interessieren und dann ist es das absolute Gegenteil von dem was ich normalerweise lese. Bei Leo Aldan hingegen merkte ich richtig, dass er sich meinen Blog wirklich angesehen hatte und er war auch im weiterem Chatverlauf sehr freundlich.

    LG
    Bücherratten

    Gefällt 1 Person

  2. Ich möchte mich ganz herzlich bei euch, Jule und bei RueSar bedanken !! Ihr habt auf meine Mail geantwortet, was leider nicht selbstverständlich ist, und habt euch mein Buch angesehen. Darüber, und über die Rezension, habe ich mich sehr gefreut.
    Liebe Grüße
    Leo

    Gefällt 1 Person

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