[#Potternacht] Eine Nacht im deutschen Hogwarts

Wo fängt man an von etwas zu berichten, das einfach unbeschreiblich war?

Am Anfang?

In der Mitte?

Am Ende?

Fangen wir doch einfach mit diesem Foto an:

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(c) dpa / Tagesschau

Dieses Bild entstand kurz nach Mitternacht auf der #Potternacht des Carlsen Verlags. Das erste Kapitel (die erste Szene des ersten Akts)  war vorgelesen, die Versuchung groß, sofort mit dem Lesen zu beginnen und gleichzeitig noch eine Weile unter all den Fans zu verweilen.

Der Carlsen Verlag hat mit seiner #Potternacht ein einmaliges und magisches Event erschaffen, das wohl noch lange in den Köpfen der anwesenden Fans nachhallen wird. Bereits mit der Eröffnungsrede von Verlagsleiterin Renate Herre wurde klar auf welch emotionale Reise wir Fans an diesem Abend gehen würden; Tränchen zurückgehalten oder gar vergossen, gelacht, gefeiert, in Erinnerungen versunken und aufmerksam zugehört.

Und mir obliegt jetzt die Aufgabe euch einen kleinen Einblick in diese zauberhafte Veranstaltung zu geben…

Gleis 9 ¾

Okayyyy, es war Gleis 10, an dem für mich die Reise am 23.09. vormittags Richtung Dresden (Treff mit Sarah) und dann weiter nach Hamburg zum Carlsen Verlag ging. Die Anreise wurde also ganz im Stil von Hogwarts vollzogen, besonders wenn man bedenkt, dass unser Zug in Dresden 10:56 Uhr startete – an Kings Cross geht es ja bekanntlich 11 Uhr los.

Zauberer in der Muggelwelt

Es sollte bekannt sein, dass Zauberer sich nicht gerade unauffällig in der weiten Welt der Muggel verhalten. Erinnern wir uns an die verrückten Muggel-Outfits der Zauberer während der Quidditch-Weltmeisterschaft oder an Hagrid – er ist wahrlich nicht zu übersehen.

Ähnlich erging es auch Sarah und mir. Seltsame Blicke ernteten wir das erste Mal, als Hedwigs Theme unser Zugabteil laut untermalte und ich panisch nach meinen Smartphone suchte – jedoch ein anderes klingelte. Aber ein weiterer Zauberer oder Hexe wollte sich nicht zu erkennen geben. Weiter ging es im Italiener, wo wir zu Abend gegessen hatten. Dort hatte ich nämlich meinen Zauberstab verloren. Zum Glück wurde das Gesetz zur Geheimhaltung der magischen Welt nicht gebrochen, nur etwas strapaziert, was mit einem kleinen Gedächtniszauber behoben werden konnte.

Auf nach Hogwarts… den Carlsen Verlag

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Foto: privat // Sarah, ich und Susi (v.l.) kurz vor Beginn der #Potternacht vor den Toren der Festhalle.

Aber irgendwann wurde die ganze Vorfreude belohnt und die wartende Zaubererschaft wurde in die heiligen Hallen gebeten. Nachdem der Sprechende Hut passiert wurde, befanden wir uns im wohl besten Gemeinschaftsraum, den man sich vorstellen kann. Es gab Zaubertränke in den Drei Besen, für Speisen jeglicher Art wurden bereitgestellt und – der Trimagische Pokal.

Und glaubt mir, Potterfans nehmen ihr Haus ziemlich ernst. Auch Sarah (Slytherin), Susi (Ravenclaw) und ich (Hufflepuff) wurden während des Turniers getrennt und hinterfragten diese Trennung nicht – schließlich wollten wir, dass unser jeweiliges Haus das Turnier gewann. Die Wunde sitzt noch tief, dass Slytherin am Ende gewann und ich mit all den anderen Hufflepuffs auf dem letzten Platz landete.

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Foto: privat // Hufflepuff liegt leider auf dem letzten Platz mit seinen Hauspunkten 😦

Besonders emotional wurde es für mich jedoch noch vor dem Trimagischen Turnier, als Verlegerin Renate Herre die Eröffnungsrede des Abends hielt. Darin steckte so viel Begeisterung, so viel Liebe zu Harry Potter, dass ich am liebsten die ganze Zeit geheult hätte. Nur ging das nicht, da der ZDF und Carlsen seine Kamera auf mich hielten und verheult im Fernsehen/Internet möchte ich nicht zu sehen sein. *zwinker* Hat alles gut geklappt.

Sehr beeindruckend fand ich, dass 200 Potterfans anwesend waren und wild durcheinander reden konnten, mit ihren Stimmen die ganze Halle füllten und plötzlich ganz still werden können, wenn aus Harry Potter vorgelesen wird. Vor Mitternacht gab es als Einstimmung auf die Geschichte, die 19 Jahre später spielen würde, noch einmal den Epilog aus »Harry Potter und die Heiligtümer des Todes«. Ich bekam förmlich eine Gänsehaut durch die Stille und der Vorleser (Sorry, ich habe den Namen vergessen…) hat seine Aufgabe zusätzlich noch wunderbar gemacht.

Das Duell um Mitternacht

Pünktlich um Mitternacht war die Halle erfüllt von Goldregen, die Menge jubelte und ein letztes Mal durften wir die Freude und Aufregung bei der Enthüllung eines neuen Buches mit dem Name »Harry Potter« auf dem Cover erleben. Die Fans hielten förmlich die Luft an, als das erste Kapitel vorgelesen wurde.

Aber so lange mussten wir die Luft nicht anhalten, denn so viel kann verraten werden: das erste Kapitel ist gar nicht so lang, weil es sich ja nicht um ein Kapitel handelt, sondern um die erste Szene des ersten Aktes.

Anschließend hieß es: Slytherins nach vorn!

Da die Slytherins mit großem Vorsprung das Trimagische Turnier gewonnen hatten, durften auch sie sich ihr Buch zuerst vom Lehrertisch abholen und zwischen den Seiten versinken.

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Foto: privat // Schaut mal, wer mich auf diese Reise begleitet hat. 😉

Noch einmal versammelten wir uns, um uns für das Gruppenfoto (oben zu sehen) in Szene zu setzen. Während anschließend die ersten Fans langsam in die Nacht verschwanden um im Hotel voll und ganz zwischen den Seiten versinken zu können, blieben, Sarah, Susi und ich noch eine Weile. Wir wollten Hogwarts noch nicht verlassen, gingen noch einmal in die Drei Besen und ließen uns dann die Entstehungsprozesse von »Harry Potter und das verwunschene Kind«. Das hinter einem Buch viel Arbeit steckt, war mir schon immer bewusst. Aber SOOOOO viele Arbeitsschritte hätte ich nun wirklich nicht erwartet.

Zurück in der Muggelwelt

Irgendwann hieß es auch für unsere Dreiergruppe Abschied nehmen und zurück in die Muggelwelt.

Erinnerungen werden jetzt in Tagebüchern und hier auf dem Blog abgespeichert. Es wird wohl noch ein paar Tage dauern, bis ich vollständig aus meiner Traumblase heraustreten kann und wieder ohne rosarote Harry-Potter-Brille herumlaufen kann.

DANKE CARLSEN VERLAG!!!

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal von ganzen Herzen bei allen Mitarbeitern des Carlsen Verlags bedanken. Danke, denn ohne euch wäre dieser Abend niemals möglich gewesen. Ohne euch müsste Harry in Deutschland wohl in einem Schrank unter der Treppe schlafen, statt solch ein schönes zu Hause zu haben. Und danke, dass ihr Harry Potter und auch seinen Fans so viel Liebe entgegenbringt und selbst mit so viel Liebe dabei seid.

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Foto: privat

Eure Jule

PS.: Dieser Beitrag kommt bei Weitem nicht an diesen Abend heran, denn die Worte, die nötig wären um ihn zu beschreiben, wurden leider noch nicht erfunden. 😉

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3 Gedanken zu “[#Potternacht] Eine Nacht im deutschen Hogwarts

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