[Sonntagsleserin] April 2017

Mein Monat April 2017

Eigentlich ist es fast jeden Monat dasselbe. Man blickt zurück und fragt sich, wo all die Zeit geblieben ist. Im April waren meine Tage gefüllt mit viel Arbeit, einigen Ausflügen und vor allem dem Lesen der Bücher für das „Literarische Quintett“. Angelehnt an das bekannte Literarische Quartett, sind es in diesem Fall 5 Teilnehmer und 5 Bücher. Da ich eine dieser 5 Teilnehmerinnern war, durfte und musste ich die 5 ausgewählten Bücher lesen. Obwohl uns die Bücher sehr zeitig zur Verfügung gestellt wurden und somit auch die Zeit nicht hätte knapp werden können… ihr kennt bestimmt, was nun folgt. Man weiß eben, dass man noch sehr viel Zeit hat und schiebt Dinge immer wieder auf, so dass ich am Ende in einen richtigen Lesestress verfiel. Das letzte und dickste Buch von 510 Seiten las ich schließlich innerhalb von 2 ½ Tagen, wobei es mir ein Rätsel ist, wie ich das geschafft habe. Einen ausführlicheren Bericht zum Quintett folgt in den nächsten Tagen, da ich noch auf die Freigabe der Fotos warte. Schließlich möchte ich nicht nur stumpf über die Bücher berichten.

Interessante Beiträge zu Themen rund um das Thema Bücher

Im April war ich fleißig und notierte mir Unmengen von interessanten Beiträgen. Während ich „Die Zollerklärung“ (Bora Ćosić) las, in der es um einen serbischen Flüchtling in den 1990er Jahren ging, musste ich an die heutige Situation denken. Flüchtlinge bringen nicht viel Hab und Gut aus ihrer Heimat mit, meist sind es Erinnerungen, die sie bei sich führen. Erinnerungen an ihr Zuhause, das bei ihrer Rückkehr, sollte es je eine geben, höchstwahrscheinlich nicht mehr stehen wird. Als Symbol tragen sie nur noch ihren Schlüssel bei sich. Eine Organisation greift genau dieses Symbol des Schlüssels auf, der nicht nur ein Symbol für Sicherheit und ein Zuhause ist, sondern auch helfen soll in dieser Situation. Denn ein Schlüssel öffnet eben auch neue Türen. Zur Website.

Während meiner Streifzüge durch das Internet entdeckte ich auch den Essay einer amerikanischen Schülerin, mit dem es ihr gelang, die Zusage aller Elite-Universitäten zu erhalten. Allein dieser Fakt machte mich neugierig, weswegen ich diesen Essay unbedingt lesen wollte. Es geht dabei um die Sprache, um das Lernen einer neuen und fremden Sprache. Doch lest selbst, mich berührte der Text sehr.

Mareike widmete sich in diesem Monat der viel diskutierten Thematik der Professionalisierung von Bloggern. Normalerweise halte ich mich aus dem Thema raus, denn ich habe irgendwann den Überblick verloren und möchte mich durch solche Dinge nicht stressen bzw. ablenken lassen. Doch mir hat Mareikes Beitrag gefallen, wie sie das Thema sieht, wie sie dazu steht und gibt dabei Einblicke in die Bloggersessions der LBM17.

Ich bin kein Fan von Rants und trotzdem beobachtete ich im April vor allem bei Twitter angeregte Diskussionen zu Büchern, die die Leserschaft spalten. So geschehen auch beim Titel „Paper Princess“. Ich habe die Bücher selbst nicht gelesen, finde es jedoch erschreckend, was darin vorkommt. Buecherverschlingen hatte dazu einen wirklich tollen Artikel geschrieben. Doch da neben Rants auch neuerdings anscheinend Hetzjagden durch das Internet immer mehr an Beliebtheit gewinnen, wurde der Beitrag entfernt. An dessen Stelle findet sich jetzt nur noch eine Sammlung anderer Beiträge.

Sorry! Aber was ist denn derzeit in der Bücher- und Bloggerszene los? Können wir nicht mehr sachlich miteinander diskutieren? Bücher haben doch schon immer die Meinung gespalten und das macht doch diese Szene so interessant. Mir ist bewusst, dass bestimmte Themen in Büchern mit besonderer Vorsicht genossen werden sollten und Vorbildfunktionen blablabla… Aber bei all den Diskussionen ist die Sachlichkeit abhanden gekommen und das macht mich traurig.

Doch weiter geht es mit meinen Empfehlungen.

Tobias von lesestunden.de hat vor seinem Haus einen eigenen Bücherschrank aufgestellt. Erst einmal ist dieses Exemplar einfach nur traumhaft schön geworden und andererseits eine liebevolle Idee, die eigenen Bücher einfach an neue Leser zu bringen und andererseits die Reise der Bücher vom Fenster aus beobachten zu können.

Liesa von fruehlingsmaerchen stellte sich in diesem Monat die Frage, warum sie sich viel zu selten Zeit für einen ReRead nimmt. Ich erwische mich selbst immer wieder dabei, wie ich sehnsüchtig auf mein Regal schaue und gern noch einmal dieses oder jenes Buch lesen würde. Aber dann sind da die anderen unzähligen ungelesen Bücher und ich verschiebe den ReRead. Eigentlich schade.

Bücher, die ich durch ihre Rezensionen entdeckte

Mit Rezensionen tue ich mich nach wie vor etwas schwer. Ich lese sie zwar mittlerweile vermehrt, aber merke sie mir selten oder weiß nicht, was ich zu ihnen sagen soll.

Eine Garantie für wirklich gute Rezensionen und somit Wunschlisten Alarm gibt es immer bei Janine von kapri-zioes. „Das Kleiderschrank-Projekt“ machte mich wirklich neugierig, denn mein Kleiderschrank ist eine Katastrophe und benötigt ganz ganz dringend eine Aufräumaktion.

Erinnerungen spielen eine wichtige Rolle in meinem Leben. Als ich „Lieber Mr. Salinger“ auf dem Blog von MissNaseweis (wieder)entdeckte, freute ich mich. Denn ich habe das Buch vor 2 Jahren gelesen und es damals geliebt.

Ein Blick in die Zukunft

Bei mir startete jetzt das Projekt #keinePanik und das erste Buch dazu ist gelesen. Die entsprechenden Beiträge müssen noch verfasst werden und einige Dinge getestet werden. Und im letzten Monat verfluchte ich noch meinen SuB. Mittlerweile sind wir uns einig und es läuft richtig gut. Chaka!

Eure Jule

PS.: Ist euch schon die neue Blogstruktur aufgefallen? Nein? Dann husch husch noch mal genau in die Menüleiste schauen und den vorangegangen Blogbeitrag lesen. 😀

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4 Gedanken zu “[Sonntagsleserin] April 2017

  1. Hallo liebe Jule 🙂
    Schön, dass du wieder mit dabei bist und du hast eine tolle Sammlung zusammengestellt, deren Links ich mir im Laufe der Woche einmal in Ruhe ansehen muss. Von der jungen Frau, die an allen Elite-Unis aufgenommen wurde, habe ich auch gelesen – eine beachtliche Leistung! Erst gestern hatte ich auch von fünf Brüdern gelesen, die alle Zusagen für Harvard, Yale und Princeton erhielten. Solchen Personen gilt mein Respekt und meine Bewunderung – man kennt das ja, was für ein Wirbel in den USA um die Zulassung fürs College gemacht wird und wie schwer es ist, einen der kostbaren Plätze an einer der Elite-Unis zu erhalten… Der von dir verlinkte Essay war mir aber unbekannt und ich bin sehr gespannt darauf.

    Die Diskussionen auf Twitter sind natürlich auch an mir nicht vorbei gegangen, ich habe sie in meiner Sonntagsleserei aber bewusst nicht aufgeführt, weil einerseits fast alles schon gesagt wurde und andererseits – wie auch von dir erwähnt – die Sachlichkeit und der Respekt verloren gegangen ist. Wie sich da Teile beider Parteien angegangen sind, ist einfach nur verdammt traurig und hat mit Kommunikations- und Diskussionskultur nichts mehr zu tun. Das Thema, um das es ursprünglich ging, ist so wichtig, aber angetrieben von Emotionen ist das Ganze einfach nur eskaliert.

    Auf deinen Bericht zum Literarischen Quintett bin ich gespannt – mit deinen Tweets und sonstigen Postings hast du in den letzten Wochen meine Neugier extrem geweckt. 🙂

    Liebe Grüße und einen gemütlichen Abend wünscht dir
    Kathrin

    Gefällt 1 Person

    1. Heyho,
      ich schaffe es endlich mal zu antworten. Ich halte mich doch tatsächlich bei meinem Kleiderschrank streng an die KonMari-Methode. Das Ausmisten hat sehr gut funtioniert. Die Ordnung kann ich bisher auch recht gut beibehalten, obwohl es schon eine krasse Umstellung war und ich mich zunächst noch an die neue Faltmethode gewöhnen muss.
      Liebe Grüße

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