LION – Der lange Weg nach Hause (Saroo Brierley)

Foto: privat

Autor: Saroo Brierley // Titel: LION – Der lange Weg nach Hause // Original Titel: A long Way Home // Verlag: Ullstein Verlag (10.02.2017) // 253 Seiten // ISBN: 978-3-548-37647-9 // Preis: 11,99€

Inhalt:

„LION – Der lange Weg nach Hause“ erzählt die unglaubliche Geschichte von Saroo. Im Alter von 5 Jahren gerät Saroo durch einen unglücklichen Zufall in einen Zug, der in einmal quer durch Indien in die riesige Metropole Kalkutta bringt. Vollkommen allein schlägt er sich durch die Straßen, überlebt und landet schließlich in einem Waisenhaus. Auch hier bleibt Saroo nicht lange, denn ein australisches Paar adoptiert ihn und Saroos Reise bringt ihn auf einen anderen Kontinent. 25 Jahre später macht sich Saroo mit Hilfe von Google Earth auf die Suche nach seiner leiblichen Familie mit lediglich den wenigen Erinnerungen seines 5jährigen Ichs.

Meine Meinung:

Im Januar sah ich das erste Mal den Filmtrailer und bekam sofort Gänsehaus am ganzen Körper. Eine so unglaubliche Geschichte konnte nur emotional und wunderbar werden. Doch bei Buchverfilmungen versuche ich, wenn es die Zeit zulässt, das Buch vorher zu lesen. Es hat nicht ganz geklappt. So sah ich den Film bereits, nachdem ich gerade die ersten 20-30 Seiten gelesen hatte. Trotz allem beendete ich das Buch.

Positiv an diesem Buch finde ich die Aufmachung. Wir alle kennen die Filmcover, die bei Verfilmungen gern das Original ersetzen. So passierte es auch bei diesem Buch. Ich habe nichts gegen Dev Patel auf einem Buchcover. Dafür sieht er speziell in diesem Film viel zu gut aus. Aber im Buch sind Bilder des richtigen Saroos und seiner Familie, sowohl seiner indischen als auch seiner australischen Familie enthalten.

Ich mochte das Buch und war letztlich doch froh, dass ich den Film vorher gesehen hatte. Die Kultur Indiens und auch das Leben der Menschen dort unterscheidet sich enorm vom unserem Leben in Westeuropa. Vieles kann man sich kaum bis gar nicht vorstellen und so war ich froh die Bilder des Films, die Straßen, die Landschaft und vor allem die Menschenmassen im Kopf zu haben. Sie unterstützten meine Vorstellungskraft und überdeckten sie keineswegs.

Fernab des „perfekten“ Lebens, das Saroo in Australien führt; mit einer Familie, Geschwistern, Freunden und einer guten schulischen Ausbildung, denkt Saroo immer an seine indische Vergangenheit. Er sehnt sich nach dem Leben, den Menschen dort und wird auch die Erinnerungen nicht los. Interessant fand ich dabei seine eigene Reflexion, als er als junger Mann nach Indien zurückkehrt und feststellt, dass er trotz allem nicht mehr in diese Welt passt. Obwohl er wie ein Inder aussieht, ist er kein richtiger Inder mehr; er kleidet sich westlich, sieht gepflegter aus und versteht die Lebensweise nicht vollständig.

Fazit:

„LION – Der lange Weg nach Hause“ ist ein Buch über die Vergangenheit eines verlorengegangenen Jungens, der als junger Mann nach seiner Identität sucht. Eine Reise durch Indien und hinein in eine andere Welt, die gerade im westlichen Europa gar nicht so vorstellbar ist.

Eure Jule

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