LitBlog Convention in Köln

Im Hintergrund der Fotobulli, der für jede Menge Spaß und lustige Fotos sorgte.

Während alle ihre wunderbaren Beiträge schon geschrieben haben, überlegte ich noch die richtigen Worte. Für mich war fernab der Leipziger Buchmesse das erste Mal, dass ich mich auf eine Veranstaltung dieser Art traute. Und ich habe es nicht bereut und könnte dies nun jedes Wochenende machen. Wäre da nicht mein Job! Und der Freund, der mich am Wochenende auch gern bei sich hat.

Die Veranstalter

Danke an die Verlage Diogenes, KiWi , Bastei Lübbe und den Dumont Kalenderverlag für all die interessanten und spannenden Sessions. Vielen Dank für die Goodiebag, das Essen, den Fotobulli und diese unvergessliche Zeit.

Und ich muss mich auch bei den anderen Verlagen entschuldigen, aber im Folgenden wird es sehr Diogeneslastig werden. Denn bis auf eine Session war ich ausschließlich beim Diogenes Verlag zu finden.

Die Blogger

Was soll ich sagen. Es ist der absolute Wahnsinn all diese positiven und verrückten Menschen einmal in der Realität erleben zu dürfen. Mein Highlight kam gleich zu Beginn. Hatte mir Susanne vom Diogenes Verlag noch auf der Leipziger Buchmesse noch von Flo (literarischernerd) vorgeschwärmt, durfte ich ihn gleich am Eingang als erstes erleben. Und dank Flo weiß ich jetzt, das Tier nicht in der Schweiz liegt. (Ich wusste das vorher schon, aber man kann seine geographischen Kenntnisse auch mal wieder auf den aktuellen Stand der Dinge bringen.)

Es war einfach toll hinter all den Profilbildern, Blogs, Instagrambildern und Tweets auch mal den Menschen kennen zu lernen. Es war mir wirklich ein Fest!

Die Goodiebag – oder das Drama mit meinem Koffer

Die Verlage sind einfach der Wahnsinn. Wirklich! Einen gut gefüllten Turnbeutel gab es für jeden von uns mit 3 Büchern, Schokolade, Kekse, einem Kalender für 2018 und noch einiges mehr. Gerade am Anfang denkt man sich schon „Whaooo!“, aber dann ging es ja noch weiter. Am Ende jeder Session gab es noch einmal etwas für die Blogger – Bücher, Kalender, Hörproben von Hörbüchern. Und wenn man sich nicht schnell genug von den Verlagsständen entfernte, dann hatte man noch einmal irgendetwas, meist in Buchform, in der Hand.

Ich bin für all die Aufmerksamkeiten und Geschenke wirklich dankbar. ABER bitte sagt doch beim nächsten Mal gleich, dass ich den großen Koffer nehmen soll. Ich reiste mit einem kleinen Rollkoffer an, hatte ihn nicht ganz bis zur Hälfte gefüllt und bekam ihn am Abreisetag nur zu, weil ich mich draufsetzte und einiges in meine Rucksack umpacken musste.

Handlettering für Anfänger

Auf Instagram bewundere ich diese Kunst ja schon seit Monaten. Frage mich, wie die Leute das so wunderschön hinbekommen. Nun hatten wir Teilnehmer einmal die Chance uns in dieser Kunst zu üben. Und was soll ich sagen? Es macht unglaublich viel Spaß zuzuschauen, wie ca. 20 erwachsene Menschen Striche auf ein Blatt Papier malen und sich freuen, wie in der ersten Klasse als man seinen ersten Buchstaben geschrieben hat. – Doch die Kunst hinter all diesen wunderschönen Schriften ist: Üben! Üben! Üben! Und einfach machen!

Ich habe mir auf der Rückfahrt nach Chemnitz übrigens gleich ein paar Handlettering-Stifte gekauft und werde das jetzt wohl immer mal wenn ich Zeit habe üben. Und meine 40 verschiedenen Fineliner werden auch nicht mehr sicher vor mir sein.

Die jahrelange Liebe zu einem Schriftsteller

John Irving ist in meinem Augen immer ein Mythos gewesen. Seine Werke kenne ich zwar vom Hören, aber gelesen habe ich noch keines. Aber wie einen ständiger Begleiter habe ich „Hotel New Hampshire“ seit Ewigkeiten auf meiner Wunschliste ganz oben stehen.

Anna von Planta, die Lektorin der deutschen Übersetzungen von Irvings Romanen, gab einen Einblick in die Arbeit mit seinen Werken und mit dem Autor selbst.

Anna von Planta präsentiert John Irvings Arbeitsbereich.

Ich bin immer wieder beeindruckt, wenn Autoren sehr viel Wert auf die Recherche für ihre Romane legen, an Orte reisen um sie bessre beschreiben zu können, Kontakte zu speziellen Personengruppen knüpfen um diese glaubhafter darstellen zu können.

Diese Session hat meinen Respekt vor der Arbeit eines Autors und gleichzeitig auch vor der Arbeit eines Lektors noch einmal gestärkt. Aber der Mythos und die „Angst“ vor Irvings Werken etwas genommen.

Hotel New Hampshire“ wird mich in den Urlaub begleiten. Das steht jetzt fest.

Vom geschriebenen Wort zum Hörbuch

Obwohl ich kein Hörbuchhörer bin und lediglich die von Harry Potter auf den wenigen langen Autofahrten im Jahr höre, interessiere ich mich vor allem für Herstellungsprozesse im Verlagsbereich. Der Diogenes Verlag gab an dieser Stelle einen wirklich spannenden Einblick in die Entscheidungs- und Entstehungsprozesse eines Hörbuchs.

So erhielten wir Zuhörer nicht nur einen Einblick in die Kriterien, wann ein Buch zum Hörbuch wurde, sondern auch wie wichtig die Auswahl des Sprechers ist. So kann nicht jeder, der gut vorlesen kann, auch Hörbuchsprecher werden. Die Wahl fällt hierbei meist auf Schauspieler, weil sie die entsprechende Sprachausbildung haben.

Emotional wurde es bei den Einblicken hinter die Kulissen, dass ein Sprecher den Text auch einmal unterbrechen muss, weil der Inhalt doch näher geht als man sich das vorgestellt hat. (Als Beispiel kam Robert Stadlober, der Sprecher für „Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells.)

An dieser Stelle könnte ich noch stundenlang weiter berichten, aber ich möchte die Zeit lieber nutzen, um mir einmal einige Hörproben auf der Verlagsseite anzuhören. Wer weiß, vielleicht werde ich doch noch zum Hörbuchhörer.

Mara einmal live

Den Blog buzzaldrins.de kennt in der Buchbloggerszene wohl jeder. Jeder war schon einmal auf dem Blog von Mara unterwegs. Aber live haben sie noch nicht viele erlebt. Und genau deswegen bin ich zur Session von Mara gegangen, wo sie uns Einblicke in ihren Blogerfolg gab und Tipps und Tricks mit uns teilte. Wer schon länger bloggt, der hat nicht so viel Neues lernen können, aber für mich gab es trotzdem eine Menge an Inspiration.

Die anschließende Diskussion brachte noch einmal frischen Wind für alle Blogger.

Ein Verlag freut sich nämlich auch, wenn man ein Buch auch mal schlecht bewertet oder sogar abbricht. Es zeugt von der Glaubwürdigkeit des Bloggers. Außerdem freuen sich auch Verlage, wenn man sich für die Backlist interessiert. Denn die Neuerscheinungen werden zwar gehypt, finden sich auf jedem Blog und in jeder Buchhandlung gut platziert wieder, aber auf der Backlist befinden sich eben auch Schätze, die etwas Aufmerksamkeit verdienen.

Alles ein Theater(stück)

Auf diese Session habe ich mich besonders gefreut. Mit Laura de Weck, Theaterautorin, durften wir gemeinsam innerhalb von 40 Minuten ein Stück schreiben. Mit viel Spaß ging es zunächst an die Ausarbeitung der wichtigsten Bauteine: Zeit, Ort, Figuren und deren Beziehungen. Das Ergebnis war ein kunterbunter Haufen einer Familie, skurriler Figuren und einem leeren Sarg auf einer Beerdigung.

Besonders gefallen hat mir die Begeisterung, die Laura de Weck an uns alle übertragen hat, den Spaß, den wir hatten und die Gemeinschaft, die durch die gemeinsame Arbeit noch enger zusammenrückte und etwas witziges und originelles schuf.

Immer wieder

Immer wieder würde ich auf die LitBlog Convention fahren. All die neuen Bekanntschaften, lieben Blogger und spannenden Erfahrungen haben diese Samstag zu einem einzigartigen Erlebnis gemacht.

Jede Menge Spaß im Fotobulli!

Eure Jule

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4 Gedanken zu “LitBlog Convention in Köln

  1. Für mich war es auch das erste Mal auf so einer Convention (außer ein Barcamp in Bonn) und ich war auch total aus den Socken gehauen!
    Ich habe auch nicht mit so einer riesigen Goodie-Bag (oder überhaupt einer Goodie-Bag) gerechnet und musste mich ganz schön abmühen, dass alles heil zu Hause bei mir angekommen ist 😀
    LG Sina

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