Wie man es vermasselt (George Watsky)

Autor: George Watsky // Titel: Wie man es vermasselt // Original Titel: How to Ruin Everything // Verlag: Diogenes Verlag (23.08.2017) // 333 Seiten // ISBN: 978-3-257-07007-1 // Preis: 22,00€ – Rezensionsexemplar

Inhalt:

George Watsky erzählt in seinem Prosa-Debüt knallhart und mit jeder Menge Humor aus seinem Leben. Als Leser begleitet man ihm bei seinen Fehlschlägen, seiner Kindheit, seinem verrückten Leben als junger Musiker.

George Watsky ist vor allem als Hip-Hop-Musiker, Lyriker und Poetry-Slammer bekannt. Er ist jedoch mehr als nur das. Er ist ein Multitalent!

Meine Meinung:

Ich lieber Bücher über Menschen, die wirklich existieren. Sie geben einen Einblick in Städte, in Kulturen und Leben, die fernab des eigenen Lebens stattfinden. Durch sie habe ich die Möglichkeit Orte kennen zu lernen, die ich bisher nicht besucht habe und vielleicht nie auf die Idee gekommen wäre zu besuchen.

Trotz der skurrilen Episoden aus George Watskys Leben spürt man eine enorme Intelligenz hinter den Zeilen. Bereits nach wenigen Seiten hatte ich mich in den Schreibstil verliebt. Ich verliebte mich in die verrückten Geschichten. Und hatte das Gefühl, dass George Watsky zu dem Freund wurde, der nachts an der Tür klingelt und eine seiner verrückten Geschichten erzählt.

„Wie man es vermasselt“ ist ein lebensbejahendes Buch. Es zeigt auf, dass man trotz vieler Tiefschläge immer wieder aufstehen und das Leben genießen kann. George Watsky weiß, wovon er spricht. Denn ihn wirft eine Krankheit aus der Bahn, die sein Leben mehr oder weniger bestimmt und jeden Tag daran erinnert – mal mehr, mal sehr lange nicht –, dass nicht alles selbstverständlich ist. Epilepsie ist ein Arschloch! Aber man kann damit Leben und das beste daraus machen, jeden Tag so genießen, wie man es selbst für richtig hält.

Mich hat außerdem die Einfachheit des Buches begeistert. Die jungen Menschen von heute haben so viele Möglichkeiten, dass nicht immer nur ein Weg im Leben existiert, sondern mehrere. Und George probiert viele. Seine Geschichten sind so besonders, weil sie eine Leichtigkeit trotz ihres immer anwesenden Ernstes versprühen.

Ich hätte mir gewünscht, dass George Watsky das Buch bereits vor 5-8 Jahren herausgebracht hätte. Damals zweifelte ich doch des öfteren an der Wahl meines Studienfachs, an der Wahl, wie mein Leben zu dem Zeitpunkt verlief. Ich zweifelte an allem, überlegte nächtelang, welchen Einfluss diese oder jene Entscheidung auf meine Zukunft haben würde.

So schreibt George Watsky an einer Stelle folgendes, was ich mir damals wirklich sehr gewünscht hätte, dass es mal jemand sagt:

„Unsere Zeit auf Erden ist so kurz. Meine Probleme von heute werden morgen nichts als Asche sein. Warum sich über Trivialitäten aufregen, wenn wir doch nichts als Staub im Wind sind.“ (S. 248)

Hat er damit nicht recht? Wir sollten aufhören uns zu viele Gedanken um Morgen zu machen und stattdessen das Heute genießen. Es ist nicht einfach diesen Gedanken sofort in die Tat umzusetzen, aber daran zu denken, mindert so manche Zukunftsangst.

Zum Schluss noch ein kleiner Versuch, da ich die Passage über Poetry Slam sehr unterhaltsam und inspirierend fand, ein kleines Gedicht mit aus den Buchstaben G.E.O.R.G.E. W.A.T.S.K.Y. (Bitte nicht lachen!)

Ein

Genie und

Epileptiker, ist er doch ein

Optimist (eigentlich nicht) und

Rebell mit viel

Gefühl, manchmal verloren in der

Einsamkeit, verfallen dem

Wahnsinn, im Herzen jedoch ein

Außergewöhnlicher

Träumer,

Schauspieler und

Künstler.

Yeah!

Fazit:

Inspirierend, verrückt und ehrlich erzählt George Watsky von seinem Leben. Es muss nicht immer alles perfekt sein, sondern man sollte das Chaos, in dem wir Leben genießen und zwar jeden einzelnen Tag.

Eure Jule

PS.: Auf der Seite vom Diogenes Verlag gibt es auch ein Gewinnspiel. Gern kann man da auch noch vorbeischauen. Zumal man dort auch in die Rap-Künste des Autors hineinhören kann.

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4 Gedanken zu “Wie man es vermasselt (George Watsky)

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