Mein Lesetagebuch und ich!

Tatsächlich habe ich diesen Beitrag mehrfach begonnen zu schreiben. Selbst die vielen vorangegangen Versionen wurden mehrfach bearbeitet und nie war ich zufrieden.

Wie kam es dazu?

Alles begann damit, dass ich auf mein Lesetagebuch, trotz des darin vorherrschenden Chaos stolz bin. Ich liebe es mit all seinen Fehlern und Seiten, die mir nicht so gelungen sind. Denn auf den Seiten befindet sich das Gedächtnis meines Blogs. Auf den Seiten finden sich Erinnerungen zu jedem Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Mal ausführlicher mal weniger ausführlich. So passierte es, dass ich das Notizbuch in den letzten Wochen immer mal wieder auf meinen Social Media Kanälen und sogar auf meinem Blog zeigte. Nur auf Fotos, aber nicht besonders viel dazu sagte.

Und dann kamen die Nachfragen. Wie habe ich es aufgebaut, wie nutze ich es usw. – Ich versprach letztendlich einen eigenen Beitrag dazu. Und setzte mich selbst unter Druck. Ich wollte einen guten Beitrag liefern. Begann immer wieder diesen Beitrag. Begann Fotos zu machen. Jetzt ist das Notizbuch voll. 10 Seiten sind noch leer, die im September noch füllen werde. Im Oktober beginnt das neue Lesetagebuch. Eine Mischung aus beiden möchte ich euch in diesem Beitrag zeigen. Fehler aus dem alten, mit neuen Ideen für das 2. Lestagebuch.

Von mir genutzte Materialien für die Gestaltung meines Notizbuches/Lesetagsbuches

Material

Alles ganz einfach! Ihr benötigt keine 100 verschiedene Stifte, außer ihr wollt das. Im folgenden stelle ich euch Produkte vor, von denen ich überzeugt bin und die ich nutze, verlinke euch auch zu den entsprechenden Seite. Dies ist jedoch keine bezahlte Werbung, sondern lediglich meine eigene persönliche Empfehlung. Gern könnt ihr andere Produkte verwenden. Ich zwinge euch zu nichts!

Ich benutze ein Notizbuch von Leuchtturm1917 in A5 mit den berühmten Punkten. Das alte in Grau, das neue in Gelb, weil Lila gerade nicht vorrätig war. Einen schwarzschreibenden Kugelschreiber (In London im Theater gekauft mit dem Logo von „Harry Potter and the Cursed Child), 40 Stabilo Fineliner und 5 Stabilo Textmarker in Pastell. Wenn nötig kommen noch Bleistift und Lineal dazu. Das sind meine Ausgangspunkte.

Das Lesetagebuch

Vergesst Perfektionismus! Fehler gehören zum Leben dazu und vor euch liegen 250 leere Seiten. Zumindest beim Leuchtturm. Keine Sorge, ich musste das auch erst lernen. Blättere ich mein volles Notizbuch jetzt durch, entdecke ich immer wieder Seiten, die mir wirklich nicht gelungen sind, aus denen ich aber gelernt habe und es später anders und für mich besser gemacht habe.

Ich arbeite beispielsweise auch ohne Handlettering. Ihr werdet auf den kommenden Bildern sehen, dass ich zwar auch nicht ohne kleinere und größere Verzierungen auskomme, aber dennoch das ganz klassische gerade hochtrendige Handlettering nicht verwende. Das liegt vor allem daran, dass ich tatsächlich zu faul bin mich immer wieder hinzusetzen und zu üben.

1. Das Inhaltsverzeichnis → Für mich ist das Inhaltsverzeichnis von größter Bedeutung. Durch die bereits nummerierten Seiten ist es einfach zu führen und da ich im alten Notizbuch auch immer wieder Listen einbaute, die ich fast täglich brauchte, reichte ein einfacher Blick ins Inhaltsverzeichnis. Dies bringt auch Organisation in die niedergeschriebenen, manchmal chaotischen Seiten. Daher ein Tipp von mir: egal wie chaotisch ihr vielleicht seid, haltet wenigstens immer das Inhaltsverzeichnis ordentlich und auf dem aktuellen Stand!

Für den richtigen Überblick!

2. Jahresübersicht → Im alten Notizbuch machte ich den Fehler, dass ich gleich zu Beginn eine große Jahresübersicht anfertigte, in der ich für jeden Tag genug Platz für kleine Notizen ließ. Dieses System gefiel mir nach 2-3 Monaten nicht mehr und ich nutzte es nicht. Im neuen Notizbuch (Foto) habe ich eine einfache, reduzierte Jahresübersicht angefertigt. Etwas Platz für Notizen gelassen und fertig. Inspiration hierfür, wie auch später bei der Monatsübersicht holte ich mir auf Instagram bei thedoodleplanner.

3. Listen → Ich bin ein großer Freund von Listen. Ohne Listen geht es bei mir nicht. Also folgten direkt nach der Jahresübersicht all meine dauerhaften Listen: SuB-Übersicht, Leseliste und Beitragsideen. Da sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Solltet ihr später nicht genug Platz für die Listen gelassen haben. Kein Problem! Nutzt einfach die nächste freie Seite weiter hinten und vermerkt das sowohl bei der ersten Version, wo es weitergeht und im Inhaltsverzeichnis. Am Anfang mag dieses Sytem vielleicht chaotisch wirken, aber es ist ungemein praktisch.

4. Monatsübersicht → Den Fehler aus dem alten Notizbuch mit der Monatsübersicht für alle Monate gleich zu Beginn anzufertigen, werde ich nicht wieder machen. Besonders, wenn man durch Instagram immer wieder neue Inspirationen erhält. So werde ich im neuen Notizbuch einfach immer am Ende des Monats die neue Übersicht erstellen. Für den Oktober nutzte ich das Design von thedoodleplanner und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

5. Das Herzstück → Hauptsächlich nutze ich das Lesetagebuch tatsächlich für meine Gedanken während des Lesens. Beginne ich ein neues Buch, beginne ich eine neue Seite in meinem Notizbuch. Dies bedeutet, dass ich Buchtitel und Autor vermerke, meist einen kleinen Anlass (Rezensionsexemplar. Urlaubslektüre, Lesen auf Englisch usw.) und auch das Datum, wann ich mit dem Buch begonnen habe. Einfache Gedanken und Kommentare schreibe ich beispielsweise mit meinem schwarzschreibenden Kugelschreiber. Einfach weil es am schnellsten geht und ich nicht warten muss, bis Tinte getrocknet ist. Zitate werden zentriert und mit einem farbigen Fineliner abgeschrieben. Ja, das klingt nach viel Arbeit und unterbricht das Lesen. Meist mache ich dies am Ende eines Kapitels oder wenn ich Zeit und Lust habe. Zitate werden so oder so im Buch mit den berühmten Fähnchen markiert.

Wie schon gesagt, muss niemand es so gestalten, wie ich es für mein Lesetagebuch angefertigt habe. Ich komme so mittlerweile am besten klar, habe genug Platz für Informationen und Notizen zu meinem Blog und meinen gelesenen Büchern. Auch bin ich mir sicher, dass es für jeden die richtige Organisation der eigenen Gedanken gibt. Jedoch möchte ich diesen Beitrag vor allem dazu nutzen, um Inspiration für Suchende zu liefern. Denn die brauchte ich zu Beginn auch. Unzählige Instagram-Bilder habe ich mir angeschaut, auf verschiedenen Blogs Anregungen gesucht. Das Ergebnis habe ich euch heute präsentiert!

Wenn ihr dennoch Fragen, Anregungen oder Kritik habt, dann immer her damit. In den Kommentaren habt ihr genügend Platz dafür.

Eure Jule

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7 Gedanken zu “Mein Lesetagebuch und ich!

  1. Huhu 🙂

    Ich liebe solche Beiträge!

    Lesetagebücher finde ich toll, auch wenn ich gar keins mehr benutze.
    Ich habe ein volles Moleskine Bookjournal und ein angefangenes von Leuchtturm. Ich war nie der Typ, um mir großartig etwas zu den Büchern aufzuschreiben, weshalb es meistens einfach bei den bibliografischen Daten und evtl. Zitaten geblieben ist und ich irgendwann nicht mehr weitergemacht habe und das alles etwas eingeschlafen ist.

    Anfang des Jahres habe ich mich am Bullet Journal versucht und das war leider nichts für mich. Ein normaler Kalender funktioniert bei mir einfach besser. Allerdings habe ich da eine Übersicht all meiner E-Books drin, die ich immer wieder zur Hand nehme. Da steht einfach nur der Titel und davor ein kleines Kästchen, das ich ausmale, sobald das E-Book gelesen ist.

    Wenn ich deinen Beitrag so sehe, bekomme ich aber schon Lust, wieder ein Bookjournal zu führen. Zumindest mit Listen, was ich gelesen oder gekauft/bekommen habe und für den Blog wäre es natürlich auch keine schlechte Sache. Und meine E-Book-Liste hätte ein schönes Zuhause.

    Liebe Grüße
    Miriam

    Gefällt 1 Person

    1. Hallöchen 🙂
      Danke für deinen Kommentar. Für die alltäglichen Termine für Arbeit, Arzt, Geburtstage usw. funktioniert bei mir auch nur ein klassischer Kalender, den ich auch weiterhin nutze. Aber für das Lesen musste irgendwann eine Ausgliederung her, weil ich auch Erscheinungstermine zwischen dienstliche Termine schrieb und das wurde zu unübersichtlich. 😀 Es freut mich jedoch, wenn ich dich mit meinem Beitrag inspirieren konnte. 😀
      Liebe Grüße
      Jule

      Gefällt 1 Person

  2. Yeah, da ist der langersehnte Beitrag! 😀 Vielen Dank, liebe Jule, für deine Einblicke! Wohltuend und motivieren war für mich gerade, dass du nicht perfektionistisch dran gehst, sondern dir wirklich auch Flexibilität gönnst und zugibst, zu Handlettering-Übungen zu faul zu sein. 😉 Mein Problem ist nämlich auch, dass ich zwar gerne ein Lesetagebuch führen möchte, ich aber mit den momentan so beliebten Bullet Journals meine Probleme habe: zu extrem strukturiert, zu viel Vorarbeit, zu viel Stress für mich. Dein Artikel war für mich da eine gute Anregung, wie man die Balance aus System und Freiraum hinbekommt. Mal schauen, ob und wenn ja wie ich mir dann mein eigenes Lesetagebuch gestalten werde …

    Nutzt du dein Lesetagebuch auch als Blogplaner?

    Gefällt 1 Person

    1. Hallöchen Kathrin 🙂
      Ja, da ist der Beitrag! 😀 Danke für deinen Kommentar. Ich war am Anfang auch sehr perfektionistisch veranlagt, was mich lähmte. Dann entwickelte ich diese egal Haltung. Es muss nicht immer perfekt sein. Ich habe 250 Seiten, die ich füllen kann, auf denen ich mich ausprobieren kann und das war am Ende mein Ansporn. Solltest du dich für eon Lestagebuch entscheiden, dann bin ich auf deine Bilder gespannt.
      Liebe Grüße
      Jule

      Gefällt mir

  3. Liebe Jule
    Jetzt hast du mich mit deinem Lesetagebuch wirklich etwas angefixt 😀 Bisher führe ich in einem Notizbuch eine stinknormale Liste mit den gelesenen Büchern. Seit 2014 notiere ich jedes Buch auf und schreibe nur ein oder zwei Vermerke hinzu. Ein grünes E wenn ich es auf Englisch gelesen habe, die Bewertung in Sternen, ob es ein Hörbuch war und jene mit einem Herz sind meine Highlights. Aber schlussendlich ist es eben doch nur eine Liste. Ich finde es aber spannend zu sehen, wie sich mein Leseverhalten seit 2014 gesteigert hat. Damals las ich 20 Bücher im Jahr, mein jetziger Stand für dieses Jahr sind 39.
    Allerdings finde ich ein Lesetagebuch wie du es hast viel Aussagekräftiger. Vielleicht werde ich meine Idee mit dem Bullet Journal in den Sand setzen und stattdessen ein Lesetagebuch aus meinem neuen Notizbuch machen 🙂
    Vielen Dank für die Inspiration!
    Liebe Grüsse
    Julia

    Gefällt 1 Person

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