Warum ich nicht bei Rebuy, Arvelle, Momox usw. bestelle

(c) Juliane Dietrich

Schon lange überlege ich diesen Beitrag zu schreiben, fand allerdings nie die richtigen Worte und auch nicht die Zeit. Doch heute entdeckte ich bei Twitter den Beitrag der Autorin Angela Kirchner. Sie berichtet, wie sie auf Medimops ihr neues Buch entdeckte. Vor dem offiziellen Verkaufsstart. Ihren Ärger verstehe ich, denn sie erklärt, dass es sich bei dem Exemplar, das dort zum Verkauf angeboten wird, um ein kostenloses Rezensionsexemplar handeln muss und sie am Ende nichts an diesem Buch verdient. Weitere Informationen gern bei ihrem Beitrag „Die Sache mit dem Leseexemplar“.

Kopfschüttelnd las ich diesen Beitrag. Mir wurde wieder einmal mehr als deutlich, warum ich auf all den Seiten wie Medimops, Rebuy, Momox oder Arvelle keine gebrauchten Bücher bestelle.

Des weiteren möchte ich meine Meinung mit euch teilen. Wer eine andere Ansicht vertritt, darf sie gern sachlich in den Kommentaren mit mir teilen. Falls ich etwas falsch erläutere, greift mich nicht an, sagt es mir sachlich. Für eine gute Diskussion bin ich offen und bereit.

Schon eine ganze Weile beobachte ich die großen Auspackberichte auf Youtube, Twitter, verschiedenen Blogs oder in Instastories. Ich bewundere die Größe der Pakete, denn oftmals befinden sich 10+ Bücher darin. Meist ist auch noch der Preis erschreckend. 30€ für diese Menge Bücher?

Jetzt verstehe ich, dass es gerade unter den Bloggern Vielleser gibt. Vielleser sind für mich vor allem die, die 5+ oder sogar 10+ Bücher im Monat verschlingen. Rechnet man dies einmal in Hardcover um sind das gern mal Werte im dreistelligen Bereich. Geht man jetzt davon aus, dass es bei diesen Viellesern besonders um junge Menschen handelt, deren Verdienst nicht gerade hoch ist, kann ich auch verstehen, dass man alternativen Sucht, um möglichst günstig an Bücher und möglichst an viele Bücher zu kommen. Übrigens hat da Brösel auch gerade einen guten Beitrag dazu verfasst.

Bei mir ist das Geld auch immer mal knapp und ich überlege auch, ob ich mir diesen Monat noch dieses oder jenes Buch kaufe oder vielleicht doch lieber beim Verlag anfrage um es kostenlos zu bekommen. Also wieder zum Anfang und dem Beitrag von Angela Kirchner. Rezensionsexemplare sind super. Keine Frage. Aber sie verkaufen? Sorry, in meinen Augen geht das gar nicht. Denn mit dem Zusenden eines Freiexemplars spricht der Autor/Verlag zunächst einmal Vertrauen gegenüber dem Blogger/Buchhändler etc. aus. Gleichzeitig verspricht man sich kostenlos Werbung und so mögliche neue Käufer des Buches.

Liebe Rezensionxemplarerhaltende, mir ist bewusst, dass nicht jedes Buch toll ist. Ich habe auch schon Bücher angefragt und bekommen, bei denen ich mich am Ende fragte, was mich da geritten hat. Und es ist wirklich verständlich, wenn man das Buch dann nicht mehr im eigenen Bücherregal stehen haben möchte. Aber verkaufen? Profit daraus schlagen, selbst wenn es nur wenige Cent oder Euro sind, ist nicht in Ordnung. Stellt das Buch doch lieber in einen örtlichen Bücherschrank, fragt im Freundeskreis nach oder andere Blogger, die vielleicht eine Absage bei ihrer Anfrage bekommen haben. Es gibt da so viele Möglichkeiten.

Bevor ich ans Ende komme, möchte ich noch einmal den Bogen zu Verkaufsplattformen gebrauchter Bücher schlagen, warum ich diese nicht gut finde.

(c) Juliane Dietrich

Ich kaufe unglaublich gern Bücher. An der Kasse krallt sich dann meine EC-Karte gern am Geldbeutel fest, weil sie Angst vor dem Preis hat. Mein Konto auch. Aber ich sehe darin auch die Unterstützung der Autoren. Ich möchte, dass mein Lieblingsautor ein neues Buch schreibt. Ich möchte, dass er mir mehr Geschichten liefert und weiter macht. Das kann er oder sie aber nur, wenn das nötige Kleingeld da ist, um die Miete etc. zu bezahlen. Das Geld kommt nur, wenn ich das Buch kaufe. In einer Buchhandlung. Denn nur dann fließt das Geld auch zum Autor. Wenn wir schon einmal bei dem Thema sind. Kauft in eurer lokalen Buchhandlung und nicht beim großen A. 😉

Bevor jetzt der große Aufschrei folgt. Ich habe auch schon bei diesen oben benannten Plattformen bestellt. Insgesamt zweimal. Weil es die Bücher nicht mehr neu gab, weil es sie sonst nirgendwo mehr zu erhalten gab. Und für diese Fälle sind Plattformen für gebrauchte Bücher super. Mit ein paar Klicks findet man das Buch, das man sich wünscht und muss nicht in 100 verschiedene Antiquariate gehen und sein Glück versuchen.

Vielleicht habe ich ein paar Aspekte vergessen. Vielleicht habe ich etwas übersehen. Aber dieser Beitrag ist jetzt innerhalb kürzester Zeit entstanden, weil ich mich, wie Angela Kirchner, aufrege und es unfair finde. Rezensionsexemplare sind Vertrauensbeweise und Hoffnungen. Sie sind etwas besonderes, selbst wenn man schon sehr viele bekommen hat. Für mich ist jedes Buch, das ich kostenlos bekomme, ein kleiner Schatz, egal ob es mir am Ende gefallen hat oder nicht.

Eure Jule

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26 Gedanken zu “Warum ich nicht bei Rebuy, Arvelle, Momox usw. bestelle

  1. Liebe Jule!
    Vielen Dank für diesen Beitrag. Ich finde, du hast das ganz fantastisch von allen Seiten beleuchtet. Natürlich muss das im Endeffekt jeder mit sich selbst ausmachen (können), aber ich sehe wie du auch eine große Verantwortung bei den Bloggern und Buchhändlerin, die kostenlose Exemplare erhalten. Der Sinn dahinter ist toll, die Tatsache, dass man sich mit dem Verkauf am geistigen Eigentum anderer bereichert, unleugbar. Das Problem ist glaube ich auch Die fehlende Kennzeichnung der Verlage und die Möglichkeit des anonymen Verkaufs. Wenn die großen Plattformen solche Verstöße melden würden, könnte da vielleicht auf Dauer ein Riegel vorgeschoben werden.
    Danke noch mal und liebe Grüße
    Angela

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    1. Liebe Angela,
      danke für deinen Kommentar. Ich wundere mich immer, dass es ungekennzeichnete Exemplare gibt. Gerade die, die ich weit vor dem Erscheinen bekomme, sind alle gekennzeichnet. Meist auf dem Cover und dann zusätzlich noch innen.
      Liebe Grüße
      Jule

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  2. Gibt es bei Arvelle mittlerweile außer ME auch gebrauchte Bücher? Reziexemplare verkaufen geht mal gar nicht. Meine wandern in öffentliche Bücherschränke, an befreundete Blogger oder andere Freunde oder ich spende sie an eine wohltätige Organisation die zweimal im Jahr eine Bücherbörse organisiert. Und da haben wir auch den Teil in dem ich keinen Einfluss mehr darauf habe was mit den Büchern weiter geschieht.Bücherschränke werden an manchen Orten gezielt von Händlern durchsucht, ebenso wie Bücherbörsen. Ich kaufe auch Bücher bei Momox und Co und wenn der Preis stimmt verkaufe ich da auch schon mal Bücher aus meinem Besitz, wohlgemerkt keine Rezibücher. Für viele ist es ein guter Weg Sammlungen aufzustocken oder an aktuelle Bücher zu einem kleineren Preis zu kommen. Das Momox ein Buch ankauft bevor es überhaupt erschienen ist, verwundert mich doch etwas, viel kann der Verkäufer dafür nicht bekommen haben, aus Spaß habe ich mal ein heiß begehrtes Buch (das schiff des theseus) eingegeben, da wollten sie mir 1,50 oder so für geben.

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  3. Danke für diesen tollen Beitrag. Ich bin ja fast rückwärts vom Stuhl gefallen. Wie ärgerlich es für die Autorin ist. Ich habe bisher nicht ein einziges Mal daran gedacht, Rezensionsexemplare zu verkaufen. Wie du schon sagtest, gibt es immer wieder mal Exemplare, die man im Bücherregal nicht unbedingt stehen haben möchte, an dieser Stelle gebe ich diese Bücher der öffentlichen Bücherei meines Ortes ab, da ich weiß, dass die Damen dort alle ehrenamtlich tätig sind und alles erdenkliche tun, dass jeder Chanchengleichheit hat, wenn es darum geht – gute Bücher zu lesen.

    Gruß,
    Ahus Books

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  4. Hi Jule,
    Ich kann dich total verstehen: Rezi-Exemplare sind nicht zum Verkauf bestimmt. Und auch, dass du die Autoren unterstützen möchtest, finde ich gut.
    Ich bestelle hin und wieder bei Medimops, allerdings meist eher ältere Bücher. Neuerscheinungen sind ja bei all den genannten meist ähnlich teuer wie im Buchladen, da sehe ich also keinen Sinn drinne. Ansonsten find ich die Idee, die Bücher an andere Blogger zu geben sehr schön. Ich gebe meine Bücher bisher meist an meine schwester oder an Freudinnen weiter, aber gerade bei den Neuerscheinungen wäre es eig schön, wenn Blogger untereinander teilen, denn die Verlage haben ja meist nicht so große Kontingente für Freiexemplare…
    VG Jennifer

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  5. Als Buchhändlerin habe ich ja auch zig Leseexemplare daheim, bei denen ich früher oder später aussortierten muss. Dann frage ich bei einer Freundin, die eine kleine Gemeindebücherei betreut deren Budget bei fast null liegt, was die brauchen können und der Rest geht an einen kleinen Musikaden, der gebrauchte Bücher nebenher für ein, zwei Euro verkauft und damit ein Projekt finanziert, bei dem Kinder, die es sich sonst nicht leisten können Musikstunden gesponsert werden.

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  6. Hallo Jule,

    hin und wider kaufe ich bei Rebuy Bücher, die schon älter sind, z.B. um Reihen zu komplettieren, deren Auflage so nicht mehr zu bekommen ist. Wie du schon schreibst, für nicht mehr im regulären Handel verfügbare Bücher ist es toll solche Plattformen zu haben.
    Dabei hatte ich aber auch schon Mängelexemplare und Leseexemplare. Verständnis habe ich dafür allerdings auch keins.
    Auch meine Regale platzen -vor allem seit dem ich blogge- aus allen Nähten und natürlich habe ich auch Reziexemplare von denen ich weiß, das ich sie kein zweites Mal lesen werde. Aber der Mangel an Bücherschränken und Freunden die viel lesen sowie der Abneigung, Bücher -auch wenn ich sie nicht so mochte- ins Altpapier zu werfen ist zu groß und so sind sie halt immer noch hier.
    Wobei grade das Buch zu entsorgen, wenn man es nicht mehr behalten möchte vermutlich der beste Weg ist, damit die, die das Buch lesen möchten es auch neu kaufen.

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  7. Hallo Jule,

    das mit dem Verkauf von Rezensionsexemplaren geht gar nicht! Erst recht nicht, wenn das Buch noch nicht mal offiziell im Laden zu haben ist. Da würde ich mich auch aufregen. In dem Punkt würde es mir dann aber nicht mal mehr um den Verkauf gehen, sondern um die Tatsache, dass die Person einfach weder Anstand noch Respekt meiner Arbeit gegenüber zeigt.

    Deine Kritikpunkte kann ich alle sehr gut nachvollziehen, vor allem natürlich die Unterstützung der Autoren. Aber du hast es ja selbst schon gesagt: Manche Bücher findet man nur noch gebraucht oder oder oder. Ich finde es an sich nicht schlimm ab und zu mal bei solchen Seiten etwas zu bestellen, ich selbst kaufe auch sehr häufig gebraucht (auch auf dem Flohmarkt oder sonst wo), aber ich bin mir immer dessen bewusst, dass es für den Autor natürlich besser wäre, wenn ich das Buch neu kaufe. Geld ist nun mal (leider) eine wichtige Sache. Und in erster Linie muss man natürlich auch an seinen eigenen Geldbeutel denken. Das gilt sowohl für den Käufer, als auch für den Verkäufer eines gebrauchten Buches. Klar, ich muss keine Bücher kaufen, …aber davon hat der Autor dann auch nichts. Und auch vom Buchschrank hat der Autor nichts. Das ist einfach eine nette Geste meiner Seits, dass ich anderen kostenlos ein Buch zu Verfügung stelle. Es ist nichts falsches daran, seine gelesenen Bücher auch mal zu verkaufen, erst recht nicht in der heutigen Zeit wo die Preise für alles explodieren und…. ( du weißt worauf ich hinaus will 😉 ) Und es ist ja nicht nur mit Büchern so: Alles was man gebraucht kauft, „schadet“ dem Hersteller/dem Autor usw.. Das gilt für das Buch, die CDs, die Klamotten und das IKEA-Regal.

    Danke für deinen tollen Beitrag, ich finde es gut, dass du von beiden Seiten etwas geschrieben hast 😉

    Liebe Grüße,
    Pia!

    P.S.: ich hoffe mein Kommentar kommt nicht böse rüber, denn so war er nicht gemeint 🙂

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  8. Liebe Jule,

    ich kann deinen Beitrag verstehen und finde es auch unmöglich, dass es immer wieder welche gibt, die Rezi-Exemplare verkaufen. Es steht auch tatsächlich nicht überall drin dass es ein Leseexemplar ist, wie oben in den Kommentaren erwähnt.

    Allerdings: ansonsten wenn es sich um normale Bücher handelt, bin ich wirklich froh, dass es den „Markt“ für gebrauchte Bücher gibt, sei es bei den oben genannten Anbietern, bei Amazon oder auch bei Tauschbörsen. Natürlich kriegt der Autor dafür kein Geld mehr. Das tut mir auch leid, aber ich hab halt auch keins, um mir die Bücher neu zu kaufen.
    Außerdem: Es gibt ja auch Büchereien … wenn ich mir da ein Buch ausleihe bekommt der Autor auch kein Geld. Zumindest ist mir davon nix bekannt, nicht dass ich jetzt da was falsches schreibe.

    Wie gesagt, bei Rezensionsexemplaren weiß man, dass man sie nicht verkaufen darf. Punkt. Da gibt es auch nichts daran zu rütteln. Wenn mir eines nicht gefallen hat, verlose ich das dann eigentlich meistens auf meinem Blog.

    Alle anderen Bücher vertausche ich über eine Tauschbörse. Ich bin so ein „Vielleser“ wie du oben geschrieben hast mit 10 -12 Büchern pro Monat und könnte mir das niemals leisten.
    Gerade deshalb in ich so froh über die Möglichkeit, Rezi-Exemplare zu erhalten, sie dafür dann auch zeitnah zu lesen und zu rezensieren: damit (nicht der Verlag) sondern der Autor was davon hat.

    Aber alles andere, wie Pia oben geschrieben hat: es sind Gebrauchsgüter (nennt man das so?) und wenn ich einen alten Tisch verkaufe, oder meine DVDs verleihe, ist es ja prinzipiell das gleiche.

    Liebe Grüße, Aleshanee

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    1. Bibloithenken: Ich habe gelesen, dass das über die VG Wort läuft – wiki nennt das „Bibliothekstantieme“ Ähnlich wie bei der GEMA bekommen die Autoren Geld – aber es ist wahrscheinlich sehr, sehr wenig.

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  9. Auf Arvelle kann man nichts verkaufen, nur kaufen. Restposten und Mängelexemplare. Diese und auch Plattformen wie Rebuy haben mir schon geholfen an Bücher zu kommen, die ich sonst nirgend mehr kaufen kann. Denn der ach so tolle Buchmarkt ist schnelllebig. Teilweise bekommt man in 2017 Bücher, die Ende 2014 erschienen sind, nicht mehr. Oder es ist auch mal eben Band 3 einer noch laufenden Reihe nicht mehr erhältlich. Ich habe dann ehrlich gesagt keine Lust, diesen einen Band als ebook zu kaufen (wenn es denn diese Möglichkeit überhaupt gibt!), wenn doch die anderen schon im Regal stehen.

    Und wenn Menschen trotz Buchpreisbindung lieber bei A und Co. kaufen sollte ich mich als Buchladen fragen, woran das liegt. Es gibt so viele Buchläden, die mit der Zeit gehen, eine besondere Auswahl anbieten oder sonstige Aktionen anbieten (Lesungen z.B.) die sie von den anderen abheben. Habe ich nur unfreundliche Mitarbeiter, lasse die Bücher verstauben und weigere mich, von Kleinverlagen oder Selfpublishern zu bestellen, ja dann muss ich mich auch nicht wundern, wenn mir die Kunden abhanden kommen.

    Rezensionsexemplare zu verkaufen ist in keiner Weise in Ordnung, da stimme ich dir zu.

    Gefällt 1 Person

  10. Hi Jule!
    Gebrauchte Bücher kaufe ich keine, einfach weil ich das nicht mag. Bei Arvelle bin ich allerdings sehr häufig Kunde. Ich muss sagen, dass bei Arvelle nun mal Bücher verkauft werden, die zum eigentlichen Ladenpreis nicht mehr verkauft werden können. So gesehen profitieren auch die Verlage davon: sie bleiben nicht auf den Büchern sitzen ^^
    Arvelle liebe ich auch deshalb, weil ich einfach keine gebrauchten Bücher mag. Deswegen fallen Bücherschränke und auch Rebuy für mich raus.
    Aber trotzdem ein sehr schöner Beitrag!!
    LG. Emily

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  11. Hallo Jule,
    ich finde deinen Bietrag sehr gut! Rezi-Exemplare verkauft man nicht! Ist das nicht sogar verboten?
    Ich kaufe hin und wieder mal bei solchen Seiten, da ich es mir leider nicht unbedingt immer leisten kann, Bücher neu zu kaufen. Aber ich kann die Gründe dort nicht zu bestellen nur allzu gut nachvollziehen.

    Ganz liebe Grüße,
    Katja

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  12. Hey Jule,

    ich habe den Beitrag von Angela auch gelesen und musste mit dem Kopf schütteln. Weil ich den Menschen nicht verstehe, der das Buch zum Verkauf anbietet. Vor dem eigentlichen Erscheinen.
    Das beim Autor und ggf. Verlag einen Haufen Arbeit in diesem Buch steckt bedenken die Wenigsten. Ob nun Blogger oder nicht. Hab ich alles schon lesen dürfen.
    Ich finde das so schade, dass da einfach nicht weiter gedacht wird. Ein Autor oder ein Verlag vergeben Bücher, weil sie den Anderen vertrauen. Dass dieses Vertrauen so ausgenutzt wird, werde ich wohl nie verstehen.

    Meine Rezensionsexemplare sind selten vom Verlag markiert. Es sind eher die Selfpublischer oder die kleinen Verlage, die das machen.

    Jetzt aber Momox und so weiter zu verteufeln, finde ich jetzt aber unfair. Weil die das nicht überprüfen (können). Da arbeiten halt „normale“ Menschen, die auch einfach nicht wissen, wo der Unterschied zwischen Lese- und Mägelexemplar ist.
    Ich selber kaufe gerne gebraucht. Ja, auch wegen dem Geld, aber das ist nicht der Hauptgrund. Ich kaufe selten Neuheiten. Da ist es oft einfacher die Bücher günstig online zu bekommen und da sind diese Seiten eben Spitzenreiter. Mir ist das dann auch ehrlich gesagt egal, woher ist das Buch bekomme. Hauptsache, dass ich es kaufen kann.

    Hab einen tollen Abend.

    Ganz lieben Gruß
    Steffi von angeltearz liest

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    1. Ich sehe das genauso wie Du, Steffi. Ich selbst nutze Amazon genauso wie Rebuy, einfach weil es extrem komfortabel für mich ist. Dessen bin ich mir aber auch vollständig bewusst. Würde ich neben einem Buchladen wohnen bzw. einen mal eben in Reichweite haben, die sich mit meinem Alltag vertragt, dann würde das sicherlich auch anders aussehen, aber derzeit ist das nicht der Fall. Dass es Leute gibt, die natürlich Dinge ausnutzen und kostenloses zu Geld machen wollen, das wird sich leider nie vermeiden lassen. Ich denke, hier kann man nur für sich selbst entscheiden, was man mit seinem eigenen Gewissen vereinbaren kann. Die schwarzen Schafe wird es immer geben.

      Ich wäre allerdings noch nie auf die Idee gekommen, ein Rezensionsexemplar zu verscherbeln. Schon gleich dreimal nicht vor dem offiziellen Verkaufsstart. Sowas ist schon sehr ärgerlich, dass jemand das getan hat. :/
      LG von der Schnute
      Grit

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  13. Aber wie siehst du das bei diesem Fall: Ich habe bei Rebuy ein Buch gekauft, dieses ist ein Leseexemplar. Darf ich das jetzt verkaufen? 🤔 Ich denke schon, denn ich habe es ja „gekauft“…

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  14. Hey Jule,

    ich finde das Thema sehr zwiespältig und deine Gedanken erstmal grundsätzlich richtig. Geschenkte Rezensionsexemplare zu verkaufen ist absolut daneben. Aber was ist, wenn man Rezensionsexemplare unaufgefordert zugeschickt bekommt? Was stellt man damit an? Zurückschicken oder wegwerfen oder weiter verkaufen?
    Ich glaube, dass das Problem für aktuelle Autoren auch gar nicht so groß ist und neue Bücher nicht wirklich oft oder viel günstiger als im regulärem Buchhandel zu bekommen sind. Wenn Bücher von zB Goerge Orwell darüber verkauft werden, wird dieser wahrscheinlich nichts dagegen haben. Irgendwo spart das „Bücherrecycling“ über Momox und co. ja auch Papier und ist gut für die Umwelt.
    Ich finde, man könnte die „Schuldfrage“ auch umdrehen. Wer würde denn sein erstes Harry Potter Buch weg geben oder verkaufen? Man verkauft kein Buch, dass man gern gelesen hat und an dem schöne Erinnerungen hängen, man verkauft kein Buch in das man gerne auch nach dem Lesen reinschaut, weil es zB wie die Walter Moers Bücher schöne Abbildungen hat und man verkauft kein Buch, das im Regal einfach toll aussieht. Aber irgendwann ist der Schrank voll, der Platz fehlt und dann muss man sich entscheiden, kauft man ein neues Regal oder wird man Bücher los. Wenn man sich dafür entscheidet Bücher auszusortieren, wählt man die Bücher aus, bei dem es am wenigsten weh tut, sie zu verkaufen. Dann hat der Autor irgendwas schlechter gemacht als einer der Autoren, die nicht aussortiert wurden und er verdient weniger an seiner Arbeit. Ich finde, dass auf eine gewisse Art und Weise gerecht.
    Insgesamt muss ich aber zugeben, dass ich es immer besser finde, wenn man seine Bücher im Buchhandel kauft und nicht im Internet.
    Liebe Grüße
    Sven

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  15. Huhu 🙂

    ich habe meine Ausbildung damals im Buchverlag gemacht und weiß deshalb, weshalb man Leseexemplare (die als solche gekennzeichnet sind; Rezensionsexemplare sind was anderes) nicht verkaufen darf. Auch nicht, wenn man es selbst versehentlich gekauft hat. Damit macht man sich strafbar. Punkt. Als Autor muss das echt richtiger Mist sein, wenn man plötzlich sein Buch vor dem Erscheinungstermin zum Verkauf sieht.

    Arvelle hat nichts mit gebrauchten Büchern zu tun. Die kaufen Mängelexemplare und Bücher mit aufgehobenem Ladenpreis genauso vom Verlag ab, wie es Buchhandlungen oder Supermärkte tun.

    Auf Seiten für gebrauchte Bücher kaufe ich gar nichts, weil ich einfach keine gebrauchten Bücher mag. Ich bin da etwas komisch 😀

    Liebe Grüße
    Miriam

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    1. Auf welcher gesetzlichen Grundlage basiert es, dass das Verkaufen von Leseexemplaren strafbar ist? Und was ist der Unterschied zum Rezi-Exemplar. Die Frage wird sehr oft diskutiert, aber eine Grundlage habe ich nicht gefunden. Da du die Ausbildung gemacht hast, bin ich froh, dass du mir weiterhelfen kannst?

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      1. Der Unterschied zwischen Leseexemplar und Rezensionsexemplar ist ganz einfach: steht auf dem Buch „Leseexemplar“ handelt es sich darum. Ansonsten ist es ein normales Buch. Und jedes Buch, dass man zum Rezensieren bekommt, ist ein Rezensionsexemplar.

        Die meisten Verlage geben an, dass es verboten ist die Leseexemplare zu verkaufen. Bei normalen Büchern Rezensionsexemplaren ist es ja nicht wirklich nachvollziehbar, dass es nicht selbst gekauft wurde. Meistens steht bei Leseexemplaren auch „unverkäuflich“ direkt mit auf dem Cover. Wo und inwiefern das rechtlich gesichert wurde, kann ich dir nicht sagen. Juristisch bin ich da nicht bewandert. Ich war damals bei Random House und da ist es ganz klar verboten 🙂

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  16. Hallo Jule,
    ein schöner Post!!!!
    Gebrauchte Bücher kaufe ich eh nicht – hab ich früher getan, aber jetzt kann ich neue kaufen und will auch nur noch Neue.
    Ich glaube auch, die ging es jetzt nicht explizit darum, dass auf diesen Plattformen generell Bücher gekauft und verkauft werden. Dir ging es darum, dass eben Mißbrauch betrieben wird und man dem ganzen nicht nachkommt.

    Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen, meine Rezensionsexemplare weiter zu verkaufen! Übrigens sind Rezensionsexemplare bei mir noch nie als solche gekennzeichnet gewesen, ich weiß nicht, wie es bei Leseexemplaren ist, aber wie gesagt, meine Rezensionsexemplare waren einfach neue Bücher, mitunter sogar noch eingeschweißt.

    Ich finde es verwerflich solche Bücher weiter zu verkaufen, und für mich spielt es da keine Rolle, ob man die angefragt hat, oder einfach so zugeschickt bekommen hat. Wobei ich noch nie einfach Rezensionsexemplare ohne Anfrage bekommen habe, weiß nicht, ob das überhaupt noch Praxis ist.

    Meine gebrauchten Bücher, die nicht im Regal bleiben, gehen in erster Linie an die Familie oder an Freunde. Die rollen allerdings bei der Menge nur mit den Augen.
    Jetzt habe ich schon welche an befreundete Forenmitglieder weiter verkauft (keine Rezensionsexemplare 😉 ), wobei ich meist eh nicht viel Geld haben mag, ich freu mich einfach, wenn die jemand nochmal lesen will und ich Platz für Neues habe.
    Ansonsten schaff ich auch schon mal welche in die Bücherei. Gerade kostenlose Rezensionsexemplare, die mich nicht so begeistert haben, dass sie im Regal bleiben müssten. Die freuen sich total!
    Unseren Bücherschrank in der Stadt könnte ich auch mal wieder bestücken – den hab ich ganz vergessen.

    Naja, das waren mal meine (wirren) Gedanken dazu.
    Hab einen schönen Tag
    Anett.

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  17. Hey Jule,
    Also verkaufen tue ich Bücher so gut wie nie, ich bin einfach ein Sammler und kann mich nicht trennen. Ich kaufe bei Plattformen wie Rebuy gerne Bücher die ich bereits gelesen habe mir aber noch im Regal fehlen weil sie teil einer Reihe sind. Ich mag es einfach nicht wenn es da unvollständig steht. Es ist dann vielleicht nachvollziehbar, dass ich dafür ungerne zwanzig Euro bezahle bei Hardcovern.
    Bei uns in München kenne ich zwri Buchhandlungen die ausschließlich Mängelexemplare verkaufen und durch die man günstig an Bücher kommt und gleichzeitig lokale Buchhandlungen unterstützt. Zudem kaufe ich bei Rebuy mal erste Bände und wenn sie mir gefallen kaufe ich den Rest zum Originalpreis oftmals.
    Moana

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  18. Hey Jule,
    ich finde es auch schlimm, dass immer wieder REs verkauft werden, obwohl jeder den man hier fragt, sich einig ist, dass das nicht in Ordnung ist. Oft steht sogar noch „unverkäuflich“ am oder im Buch und weder der direkte Verkäufer, noch die Verkaufsseite interessiert sich in dem Moment dafür und das geht gar nicht.
    Allerdings finde ich deshalb nicht, dass man Verkaufsseiten deshalb boykottieren sollte. Natürlich ist es wichtig, dass die Autoren, Verlage und Händler direkt unterstützt werden, indem man neue Bücher kauft, aber auf der anderen Seite sagst du selbst, dass kaum jemand das Geld hätte, sich alle Bücher neu zu kaufen. Angenommen, ein Jugendlicher bekommt 30€ Taschengeld im Monat. Das wären maximal drei Bücher. Und wenn er mehr lesen möchte, soll er das nicht können, weil er die Verlage unterstützen soll? Das ist ja auch keine Lösung. Ich finde man muss da einen guten Mittelweg finden.
    Davon abgesehen möchte ja nicht jeder jedes Buch behalten. Ich selber lasse nur die Bücher im Regal, die ich ziemlich sicher noch mal lesen werde. Die anderen dann zu verkaufen ist einfach die naheliegendste Lösung, es wäre ja bescheuert sie dann wegzuwerfen. Insgesamt ein wirklich guter Beitrag, aber ich finde, an dieser Stelle hat er noch eine Lücke 😀
    Und eine kurze Anmerkung zu Arvelle: dort gibt es keine gebrauchten Bücher, sondern nur Mängelexemplare, soweit ich weiß.

    Liebe Grüße!
    Jacqueline

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  19. Hi Jule! 🙂

    Ich kann deinen Ärger durchaus nachvollziehen, denn Rezensionsexemplare verkaufen geht einfach gar nicht. Ich habe auch das ein oder andere, dass mir nicht gefallen hat, aber im Endeffekt habe ich es der Bücherei bei uns gespendet, die sich sehr über die Bücher gefreut hat.
    Ich persönlich mag besagte Plattformen trotzdem sehr gerne, weil ich dort günstig an schon etwas ältere Geschichten komme, die ich immer mal lesen wollte. Außerdem sind nicht immer alle Bücher noch zu erhalten, weil beispielsweise der Verlag nicht mehr existiert, Bücher nicht mehr produziert werden, usw. Diese Bücher bestelle ich sehr gerne gerade auf Medimops und auch beim Verkaufen habe ich dort sehr gute Erfahrungen gemacht (aber wie gesagt: Rezi-Exemplare verkaufen ist ein No-Go!!)
    Trotzdem würde ich mir relativ neue Bücher niemals gebraucht kaufen, dafür liebe ich den Moment zu sehr, sie das allererste Mal zu öffnen und den Geruch von Druckerschwärze und Papier einzuatmen. Ein guter Punkt, den du angebracht hast, ist es, die Autoren durch einen Kauf zu unterstützen (das gilt natürlich nicht nur hier, sondern auch bei z.B. Raubkopien im Internet…), da der Autor oft nur einen kleinen prozentuellen Ertrag mit dem Buch verdient und gerade bei kleineren Autoren zählt da wirklich jeder Leser.

    Damit wünsche ich dir noch einen schönen Abend! ♥

    Kathi

    http://kathis-buecherkrams.blogspot.de/

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