Wie ich mein Zeitmanagement (neu)erfand

(c) Juliane Dietrich

Immer wieder kann man unter den (Buch-)Bloggern lesen, dass Zeit ein Gut ist, das uns nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Wir arbeiten alle an irgendwelchen Tricks, wie wir die wenige Zeit neben Job, Uni und Haushalt für unsre Hobby – das Lesen und Bloggen – intensiver nutzen können.

Im letzten Jahr habe ich relativ wenig gebloggt. Zumindest für meine persönlichen Ansprüche. Ich habe viele gute Bücher gelesen, aber hing mit den Rezensionen irgendwann soweit hinterher, dass ich jetzt mittlerweile einen Berg ungeschriebener Rezensionen besitze. Unglaublich schaue ich dabei auf meinen Zettel, der als Lesezeichen im Lesetagebuch liegt und sehe da 20 nicht geschriebene Rezensionen. ZWANZIG!

Es sind vor allem Bücher darunter, die ich euch unbedingt vorstellen möchte, weswegen es für mich auch nicht in Frage kommt, diese Rezensionen einfach ausfallen zu lassen. Aber gut, ich kann es aus dem aktuellen Standpunkt betrachtet, nicht ändern, dass es da diese Liste gibt und die Arbeit, die dahinter steckt.

Die Lösung – eines neues Zeitmanagement

Immer wieder habe ich an verschiedenen Lösungen gearbeitet. Keine hat funktioniert. Hatte ich abends 1-2 Stunden Zeit, dann war ich irgendwie nicht motiviert genug mich an den Rechner zu setzen und mit dem Tippen zu beginnen. Grund dafür war, dass diese 1-2 Stunden mit zu wenig erschienen wirklich produktiv zu sein. Ich wollte einen ganzen Tag oder zumindest einen gesamten freien Nachmittag. – Hatte ich aber nicht.

Am 01.03. fand an meiner Uni dann schließlich wieder „die lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ statt. Ein Abend, an dem man intensiv an den eigenen Schreibprojekten arbeiten konnte. Ein kleiner Spoiler vorweg: ich bin nicht hingegangen, obwohl ich es mir vorgenommen hatte. Der Grund ist jedoch einfach. Im Vorfeld informierte ich mich über die Angebote an diesem Abend in der Uni. Es ging dabei um das richtige Schreiben und um Zeitmanagement. Da wurde in einem Workshop die „Pomodoro-Technik angesprochen.

Sofort googlte ich die Technik (Link) und war begeistert. Ich hatte mir am besagten Tag der Schreibnacht frei genommen und somit einen gesamten Tag nur für mich. Und so testete ich die Methode an meiner Arbeitsweise.

Wie funktioniert die „Pomodoro-Technik“?

Die Arbeitszeit wird dabei in kurze Abschnitte geteilt und stellt sich dabei einen Wecker, der diese Zeit entsprechend beendet. Die Abschnitte bestehen meist aus 25 Minuten, auf die 5 Minuten Pause folgen. In diesen 25 Minuten setzt man sich kleine Ziele, die in dieser Zeit erreicht werden können, man strukturiert dabei seine Projekte intensiver und arbeitete in dieser gesetzten Zeit zielstrebig an der Erledigung. In den 5 Minuten Pause kann man die Seele baumeln lassen oder aber auch den Blick aufs Handy wagen. Denn in der Arbeitszeit ist Social Media tabu und andere ablenkende Beschäftigungen. Nach 4 Arbeitseinheiten wird schließlich eine längere Pause von 15-20 Minuten eingelegt. Gern auch länger, wenn man etwas essen möchte. Prinzipiell kann man sich die Einheiten auch anders einteilen. Da hängt dann von der eigenen Arbeitsweise und gewünschtem Arbeitspensum ab.

Nachdem ich einen gesamten Tag mit dieser Technik gearbeitet habe, brauchte ich abends nicht mehr zur Schreibnacht gehen. Mein Ziel hatte ich ja bereits erreicht. Mein Zeitmanagement hatte ich wieder unter Kontrolle, 7 Rezensionen wurden strukturiert in ihrem Layout und 4 habe ich sogar fertig getippt. Sie werden in der nächsten Zeit nach und nach online kommen. Eine Zeitsession habe ich für die Fotos genutzt und sogar hin und wieder eine 25-Minuten-Einheit zum Lesen eingeschoben, weil 5 Minuten Lesezeit mir dann doch immer zu kurz war.

Fazit

Auch dieser Beitrag ist mit Hilfe der „Pomodoro-Technik“ entstanden. Ich bin noch immer beeindruckt, dass ich keine 1-2 Stunden mehr brauche um einen Beitrag zu schreiben oder wenigstens etwas für den Blog zu erledigen. Manchmal reichen 1-2 solcher Sessions, in denen ich intensiv und vor allem ohne Ablenkung arbeiten kann.

Vielleicht hilft euch diese Technik auch oder ihr arbeitet ganz anders. Lasst mich doch daran teilhaben, denn für neue Ideen bin ich immer offen.

Eure Jule

PS.: Am Ende dieses Beitrags habe ich sogar noch 5 Minuten meiner begonnen Session übrig. Was mir beweist, dass ein Beitrag nicht immer lange dauern muss, sondern auch innerhalb von 20 Minuten niedergeschrieben werden kann.

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13 Gedanken zu “Wie ich mein Zeitmanagement (neu)erfand

  1. Liebe Jule
    Diese Methode habe ich beim Lernen auf die Abschlussprüfungen angewandt und ees klappte auch wirklich sehr gut. In den kurzen Pausen von 5 Minuten habe uch das Fenster geöffnet, verliess das das Zimmer und trank ein bisschen Wasser. Ein Blick aufs Handy hatte mich zu sehr abgelenkt und so wurde es völlig verbannt in dieser Zeit.
    Es ist eine gute Idee, diese Methode auch aufs Bloggen anzuwenden. Momentan bin ich such im Rezensionsrückstand und es stresst mich nur mehr umso grösser er wird. Alternativ rezensiere ich nicht mehr jedes gelesene Buch oder schreibe Mini-Rezensionen und stelle so mehrere Bücher in einem Beitrag vor. Aber dafür bräuchte ich auch zuerst mal die Motivation sie zu schreiben :D
    Viele Grüsse
    Julia

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  2. Eine interessante Methode – das werde ich mir auch mal merken – ansonsten hätte ich es wahrscheinlich auch wie juliawunderland gemacht – eine Kurzrezi mit mehreren Büchern…so mach ich das mit Filmen und Serien.
    Danke für die Vorstellung.

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  3. Ich finde es interessant, wie viel so eine kleine Veränderung in der Arbeitsweise bringen kann. Mir geht es oft auch so, dass ich für eine halbe Stunde nichts anfangen möchte und die Zeit dann zum Beispiel auf Instagram verplemper, aber im Endeffekt wirklich etwas hätte schaffen können. Wenn ich produktiv etwas machen möchte, dann stelle ich mir die Forest App (verhindert dass man sein Handy benutzt) auf 30-40 Minuten und lenke mich in der Zwischenzeit nicht ab, danach gibt es dann ein paar Minuten Pause. Also ähnlich wie bei dir. Für mich funktioniert das auch viel besser als wenn ich mich unfokussiert und ohne festes Ziel hinsetze und dabei ständig auf mein Handy schaue, weil mich nichts davon abhält :D
    Super dass das für dich so gut funktioniert und weiterhin viel Erfolg mit den fehlenden Rezensionen :)

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  4. N’abend,
    ich glaube, für mich persönlich wäre die Pomodoro-Technik in ihrer Urform nichts, weil mir sowohl die Arbeits- als auch die Pausenzeiten zu kurz erscheinen. Allerdings setze ich mir manchmal Zeitlimits anderer Art. Gerade beim Lernen stelle ich mir meist einen Timer auf 30 Minuten, in denen ich dann konzentriert lerne – und danach erstmal wieder was anderes machen darf. Bei mir ist nämlich meist die Motivation zum Anfangen das Problem, die ich mit dieser relativ kurzen Zeitspanne brechen kann. Bin ich dann erstmal angefangen, arbeite ich meist über mein Zeitlimit hinaus, weil ich dann schon „drin“ bin.

    Allerdings wende ich diese Methode nicht auf den Blog an. Das würde sich für mich dann doch zu sehr nach einer weitere lästigen Pflicht, anstatt nach Freizeit und Spaß anfühlen. Aber da ist es auch okay, wenn ein Beitrag gestückelt entsteht oder auch mal etwas länger braucht.

    Trotzdem ist es immer wieder interessant zu lesen, wie andere Blogger sich so organisieren. Deshalb habe ich mich über den Blick hinter deine Kulissen sehr gefreut.

    Liebe Grüße und einen guten Start in die Woche
    Seitenfetzer

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  5. Hallo Jule,

    ich kann das verstehen, wenn man abends nur noch 1-2 Stunden Zeit hatten, um etwas abzuarbeiten, dann aber nicht motiviert genug ist. Zumal man ja auch noch ein wenig Erholung nach einem Tag mit Arbeit, etc. braucht, so geht es mir zumindest. Bei mir streikt dann einfach auch die Leistung.

    Diese Pomodoro-Technik klingt interessant. Ich bin sowieso ein Typ der kurzen und schnellen Strecken bei einer Arbeit.

    Lieber Gruß und ein gutes Zeitmanagement auch auf der LBM18 ;). Ich glaube, da werde ich schon wieder jämmerlich versagen…

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  6. Hallo Jule,
    Süße, DU BIST MEINE RETTUNG!!! Von dieser Organisationstechnik habe ich ja noch nie gehört und sie scheint zu funktionieren. Mir wird mein Tag ja regelmäßig zu kurz, tanze mit meinem Hintern auf 10 Hochzeiten gleichzeitig und genauso arbeitet auch mein Hirn. Mit dieser Technik könnte, ja MÜSSTE ich mich ja auf eine Sache konzentrieren. Das würde für mich bedeuten, 25-30 Minuten am Arsch sitzen bleiben und nicht ständig weglaufen, wenn mir plötzlich etwas anderes einfällt.
    Ich probiere das auf jeden Fall aus!
    Vielen Dank!!!!!
    Liebe Grüße
    Conny

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  7. Hey Jule,

    das klingt auf jeden Fall nach einem erfolgreichen Blog-Tag. 🙂 Solche Techniken finde ich auch immer interessant. Ich selbst bin auch der Typ, der sich immer ein Limit setzt und danach eine Pause einschiebt. Wenn man wirklich kontinuierlich hintereinander an einer Sache arbeitet ist man umso vieles produktiver. Die Ablenkung zwischendurch ist das Gefährliche und lässt die Zeit verschwinden, ohne viel geschafft zu haben. Siehe mein gestriger Abend XD Nichts passiert, nur gelesen. Aber heute wird das anders! 😉

    Liebe Grüße
    Ella ❤

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  8. Hallo Jule,
    Sehr inspirierend, dein Text. Ich brauchte schon lange eine solche Methode, da ich mich nie zusammenreißen kann, um meine Aufgaben zu erledigen. Dank dir und deiner Technik funktioniert das jetzt viel besser.
    Danke dafür👍
    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

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