Die Ermordung des Commendatore I (Haruki Murakami)

(c) Juliane Dietrich

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Autor: Haruki Murakami // Titel: Die Ermordung des Commendatore I – Eine Idee erscheint // Original Titel: Kishidancho goroshi. Killing Commendatore // Verlag: Dumont Verlag (25.01.2018) // Übersetzerin: Ursula Gräfe // 480 Seiten // ISBN: 978-3-8321-9891-6 // Preis: 26,00€ – Rezensionsexemplar // Buch kaufen*

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Inhalt:

Nach der Trennung von seiner Frau gibt ein erfolgreicher Maler seine Arbeit auf und begibt sich auch eine Reise quer durch Japan. Angekommen in einem Haus in den Bergen wird er von einem reichen Mann gebeten ein Gemälde von ihm anzufertigen. Doch das Gesicht des Unbekannten lässt sich nicht so einfach auf die Leinwand bringen.

Meine Meinung:

Noch nie hat ein Buch in diesem Umfang mit mir kommuniziert wie der neue Murakami. Als ich im vergangenen Jahr mein erstes Buch des Autors las („Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“), wusste ich, dass Murakami niemals leichte Bücher schreiben würde und stets seine Leser herausfordert.

Aber diesmal forderte das Buch seine Zeit von mir. Es verlangte Pausen und dann wollte es wieder gelesen werden. Ich kann es nicht einmal beschreiben, wie es sich direkt äußerte. Nach den ersten 170 Seiten wollte es zur Seite gelegt werden. Zu diesem Zeitpunkt überkam mich das Gefühl, dass ich nicht bereit für das Buch war. Also las ich stattdessen ein anderes, zum Thema passendes Buch. „Finde den stillen Klang des Mondes“ (Rezension) half mir das traditionelle Japan zu verstehen und brachte mich auch dem Mystischen etwas näher, was Murakami gern in seinen Romanen einbaut.

Ab diesem Zeitpunkt funktionierte das Buch auf perfekte Art und Weise für mich. Ich genoss jeden Satz, jeden kleinen Hinweis auf die kommende Handlung und gab nach der Hälfte mit Spekulationen auf.

Viele Themen spricht Murakami in diesem Buch an. Einerseits ist es die Malerei, mit der ich nicht viel anfangen kann und trotzdem genoss ich die seitenlangen Beschreibungen eines Gemäldes. Diese fühlten sich nicht einmal wie lange Passagen an, sondern sie waren auf den Punkt gebracht für mich perfekt. Das Bild fügte sich mit jedem weiteren Wort vor dem inneren Auge zusammen. Hinzu kommt die klassischen Musik, die Opern – und da bin ich ehrlich; ich habe versucht die erwähnten Stücken neben dem Lesen zu hören. Diese Art der klassischen Musik ist einfach nichts für meine Ohren. Dann beschränke ich mich doch lieber darauf nur darüber zu lesen.

Spannend war für mich, dass man die Handlung trotz ihrer Spannung, nicht greifen kann. Es werden Rätsel aufgeworfen, Handlungsstränge begonnen und miteinander verwoben um am Ende den Leser vor einem Ende sitzen zu lassen, das den 2. Band herbeisehnen lässt. Denn hierbei handelt es sich um einen Zweiteiler und ich bin jetzt schon gespannt, wie alles miteinander zusammenhängen wird. Viele Gedanken habe ich mir schon gemacht und bin doch zu keinem Ergebnis gekommen.

Fazit:

Ein Murakami ist für mich immer ein Buch, das voller Geheimnisse steckt und mich als Leser und als Mensch fordert. Ich lese am Ende nicht nur sein Buch, sondern lerne währenddessen so viel neues, weil die richtigen Fragen zur richtigen Zeit gestellt werden.

Eure Jule

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