Die Ermordung des Commendatore II (Haruki Murakami)

(c) Juliane Dietrich

Autor: Haruki Murakami // Titel: Die Ermordung des Commendatore II – Eine Metapher wandelt sich // Original Titel: Kishidancho goroshi. Killing Commendatore // Verlag: Dumont Verlag (11.05.2018) // Übersetzerin: Ursula Gräfe // 491 Seiten // ISBN: 978-3-8321-9892-3 // Preis: 26,00€ // Buch kaufen*

Reihe: 01 Die Ermordung des Commendatore – Eine Idee erscheint

Inhalt:

Während ein Maler das Porträt der jungen Marie anfertigt, wird er immer wieder an seine sehr jung verstorbene Schwester erinnert. Denn in seinen Augen ähneln sich die beiden Mädchen sehr. Doch als Marie eines Tages verschwindet, ist er zu allem bereit um sie zu retten.

Meine Meinung:

Spoilerfrei! Wer mich kennt, weiß, dass ich Rezensionen von Folgebänden stets spoilerfrei gestalte.

Haruki Murakami konnte mich bereits nach wenigen Seiten wieder zurück in die Handlung ziehen und das war gut so. Jedoch merkte ich erneut, dass ich es definitiv nicht so mit japanischen Namen habe. Obwohl ich schnell in der Handlung zurück war, brauchte ich 1-2 Gedankenstützen, wer noch einmal wer war, weil für mich die meisten Namen einfach gleich klingen. Aber das sind wieder Probleme, die eigentlich keine sind.

Dennoch ist Murakami in meinen Augen ein großer Geschichtenerzähler. Er hat das perfekte Gespür für Beschreibungen im richtigen Moment. Sie werden nicht langweilig, wirken nicht unnötig, sondern genau richtig. Obwohl gefühlt 100mal die kleine Lichtung im Wald bereits im ersten Teil erwähnt wird und auch im zweiten Teil nicht an Bedeutung verliert, sind es die veränderten Nuancen, die dem Leser nicht nur in die richtige Stimmung der Situation versetzen, sondern auch die Lichtung immer wieder in einem anderen Licht erscheinen lässt. Das hat mir unglaublich gut gefallen, denn auch wenn wir immer wieder an den gleichen Ort in der Natur zurückkehren, sieht er immer anders aus. Sei es im Zuge der Jahreszeiten oder auch, weil wir uns verändern und den Ort mit neuen Augen sehen.

Gefallen hat mir die Spannung und die Auflösung all der Rätsel, die sich im ersten Band auftaten. Ich liebe es während des Lesens zu Rätseln wie dieses oder jenes Problem gelöst werden soll. Noch mehr gefällt es mir, wenn die Lösungen nicht einfach auf einem Silbertablett serviert werden, sondern man als Leser Freiraum der Interpretation erhält.

Gibt es etwas, dass mir nicht gefallen hat?

Ja, denn ich habe trotz allem immer ein kleines Problem mit Werken von Murakami. Bei allen Büchern, so auch bei Band 1 und 2 von „Die Ermordung des Commendatore“ brauchte ich 50-100 Seiten um mich komplett auf das Werk einzulassen. Ich weiß nicht, warum ich diese Probleme habe, aber dadurch ermüden mich diese ersten Seiten, auch wenn ich weiß, dass mich der Rest begeistern und belohnen wird.

Fazit:

Mit „Die Ermordung des Commendatore II“ gelingt Haruki Murakami eine spannende und lesenswerte Fortsetzung. Die für ihn typischen mystischen Elemente waren interessant in die Handlung der realen Welt eingeflochten. Und nach den vielen Beschreibungen der japanischen Wälder und Bergen hat man richtig Lust auf eine eigene Reise in dieses beeindruckende Land.

Eure Jule

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