[Blogparade] Mein Blog und ich – reloaded

(c) Juliane Dietrich

Mitte 2017 habe ich die Fragen von Steffi (angeltearz-liest) das erste Mal beantwortet. Nun stellt sie die gleichen Fragen: was hat sich verändert? Habe ich mich verändert? Hat sich die Bloggerwelt verändert? Meine Wahrnehmung?

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Update/Ergänzung:

Den eigentlichen Beitrag habe ich schon vor ca. zwei Wochen verfasst, jedoch fehlt mir noch ein Bild und die Zeit ihn für den Blog richtig zu formatieren und hochzuladen. Prüfungsphase juhuuu! In dieser Zeit schrieb Steffi einen Beitrag, in dem sie erklärte, warum sie in Zukunft die Blogparade und ähnliche Aktionen nicht mehr auf ihrem Blog stattfinden lassen wird. Ich kann ihre Verärgerung vollständig verstehen und auch die Konsequenzen, die sie daraus zieht.

Nach ihrem Beitrag hatte ich zunächst überlegt meinen Beitrag nicht mehr online zu stellen. Ich entschied mich dann doch anders, denn 1. kann ich nichts für das Fehlverhalten einzelner Personen in den Weiten des Internets und 2. habe ich trotzdem Zeit in diesen Beitrag gesteckt, den ich für euch – meine Leser – geschrieben habe.

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Schauen wir uns nun gemeinsam die Fragen und meine Antworten an.

1. Wer bist du? Stell dich vor!

Hinter dem Blog „JulesLeseecke“ stehe immer noch ich – Jule – doch in den letzten 1,5 Jahren hat sich eine Menge verändert. Damals hatte ich 3 Jobs, jetzt habe ich „nur“ noch 2 davon. Einerseits arbeite ich im Kino, andererseits noch im Museum, wo ich Führungen hauptsächlich für Schüler gebe.

Nebenbei studiere ich übrigens im Zweitstudium „Interkulturelle Germanistik mit dem Schwerpunkt Deutsch als Zweit- und Fremdsprache“. Eigentlich schon eine ganze Menge, oder? Manchmal frage ich mich, wie ich es schaffe, allein das schon alles unter einen Hut zu bekommen. Nebenbei gehe ich jedoch auch noch Klettern und Bouldern als Ausgleich für den doch oft stressigen Alltag. Beim Klettern/Bouldern entspanne ich geistig und kann den Alltag doch sehr gut hinter mir lassen.

Nicht zu vergessen das Lesen. Abends oder in den ruhigen Zeiten zwischendurch greife ich zum Buch und versinke zwischen den Seiten. Das kann ich fast überall und es ist ein angenehmer Zeitvertreib in jeder Situation und kann eben sehr gut überall mit hingenommen werden.

2. Seit wann bloggst du? Und wie bist du zum Bloggen gekommen?

Den Blog „JulesLeseecke“ habe ich Mitte 2014 einfach ins Blaue hinein erstellt. Ich dachte damals, dass es eine ganz neue und innovative Idee sei und hatte keine Ahnung, was in der Buchbloggerwelt so alles los ist.

Die Idee zum Blog kam mir, als ich zwar mit immer mehr Lesebegeisterten ins Gespräch kam, aber wir irgendwie nie die gleichen Bücher lassen oder gelesen hatten. Zu unterschiedlich war doch unser Lesegeschmack und ich suchte Gleichgesinnte. Diese fand ich schließlich im Internet und als ich auf Instagram auch noch auf #Bookstagram stieß, eröffnete sich eine Welt, von der ich niemals gedacht hätte, dass es sie gibt.

3. Weiß dein Umfeld davon, dass du bloggst? Wenn ja, was sagen sie dazu? Wenn nein, warum nicht?

Nicht alle wissen es und die, die es wissen, können es nicht so richtig greifen. Klar, mittlerweile ist der Beruf des Influencers bekannt und man weiß, dass gerade Fashion-Blogger und Beauty-Blogger ganz gut Geld verdienen können. Aber mit dem Bereich „Buchblogger/Literaturblogger“ kann keiner so richtig etwas anfangen. Sie verstehen nicht richtig, wie und warum ich Bücher kostenlos bekomme, warum ich als „Presse“ auf der Buchmesse gelte und wie der ganze Kontakt zustande kommt. Oft wird nicht verstanden, wie ich Kontakt zu Verlagsmitarbeitern herstellen konnte. Dabei habe ich gelernt, dass diese Welt doch nicht immer greifbar ist für Außenstehende.

4. Nutzt du Social Media? Und wie kann man dir folgen?

Ich liebe Social Media. (Folgemöglichkeiten in der Sidebar!) Am meisten nutze ich Twitter und Instagram. Facebook ist tot, zumindest meine Seite. Ich nutze sie nicht, bin aber aktuell einfach zu faul, sie zu löschen. Das Folgen lohnt sich demnach nur auf den beiden anderen Kanälen. An Twitter liebe ich die kurzen Nachrichten und das schnelle Verbreiten von Nachrichten und den Austausch, der sich dort oftmals ergibt. – Instagram ist großartig auf Grund der künstlerischen Möglichkeiten. Allein die Möglichkeiten ein Buch in Szene zu setzen, überrascht mich immer wieder aufs Neue. Viel Deko, minimalistisch oder in der Natur. Ich liebe es einfach.

5. Gibt es etwas, was dich an der Bloggerwelt stört? Und was würdest du dir wünschen? (Trau dich und sei ehrlich)

Vor 1,5 Jahren störte mich noch der Wettkampf untereinander. Wer hat wie viel in welcher Zeit gelesen und wie viele Bücher gekauft, kostenlos erhalten etc. Mittlerweile sind mir zumindest diese Punkte ziemlich egal. Ich lese in meinem Tempo, bekomme Bücher, wie ich Lust habe und achte nicht mehr so sehr auf andere und habe mit den ganzen Vergleichen aufgehört. Dadurch merkte ich, wie viel ich dadurch doch selbst schaffe. Ich habe dadurch einfach mehr Zeit zum Lesen und widme meine Zeit einfach mehr dem Lesen statt den ganzen Challenge-Seiten und Vergleichen. Ich gebe jedoch zu, dass ich mir das trotzdem immer noch gern anschaue, weil mich bei Challenges oftmals die Aufgaben oder die Kreativität dahinter interessieren. Diese Aufgaben wachsen ja nicht über Nacht, sondern dahinter stecken kreative Köpfe. Ich nehme nur eben nicht mehr teil.

Twitterdiskussionen stören mich jedoch noch immer, weil sie manchmal aus dem Ruder geraten. Aber dann scrolle ich drüber, verdrehe kurz die Augen und vergesse es wieder. Es gibt jedoch auch Tage, da bin ich dann doch so genervt, weil mir diese ständigen Diskussionen, die sich am Ende nur im Kreis drehen, weil keine Partei auch nur einen Schritt auf die andere zugehen möchte, den Spaß an der Sache verderben.

Was ich mit wünsche? Gelassenheit. Ich beobachte Blogger, die sich so in einem Thema verbeißen, dass ich mir manchmal Sorgen mache. Auf Dauer kann das alles nicht gesund sein. Aber dann denke ich mir auch wieder, dass dies jeder mit sich selbst ausmachen muss und jeder Stress und Arbeit anders wahrnimmt.

6. Und was magst du an der Bloggerwelt?

Den Austausch, die Inspiration und vor allem die Menschen hinter jedem Blog. Ich liebe das Herzblut, das in jedem Beitrag, jedem Foto und jedem Video steckt. Das Herausschreien der Liebe zum Buch oder jedem anderen vor den entsprechenden Blog gewählten Thema. Bloggen bedeutet meist jede Menge Leidenschaft und die spürt man beim Lesen, Schauen, Hören.

Großartig finde ich, dass die Bloggerwelt in schwierigen Momenten zusammenhält. Zwar verbreitet sich auch schnell Panik unter ihr, wenn man sich einmal an den Anfang 2018 erinnert, als die DSGVO immer näher rückte. Aber in dieser Zeit herrschte auch jede Menge Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Kampfgeist. Niemand ließ einen anderen im Stich. Die besser im Thema Stehenden verfassten hilfreiche Beiträge und ich war dem unendlich dankbar. Bin es immer noch.

7. Liest du auch außerhalb deines eigenen “Blogbereiches” oder liest du als z. B. Buchblogger nur Buchblogs?

Zu Beginn habe ich ausschließlich Buchblogs gelesen und die sind auch immer noch mein Hauptaugenmerk. Doch gerade Reiseblogs/Travelblogs gefallen mir immer mehr. Doch da folge ich vor allem bei Instagram verschiedenen Accounts und lese nur Hin und Wieder einen Beitrag. Das kommt auch immer wieder auf meine eigene Zeit darauf an, denn gerade das Lesen von anderen Beiträgen inklusive Kommentieren frisst leider Zeit, die ich nicht immer habe.

8. Vernetzen ist wichtig. Hast du Lieblingsblogs? Zeig mal!

Aktuell komme ich kaum zum Lesen von Beiträgen, aber es gibt tatsächlich Blogs, deren Beiträge ich, egal wie wenig Zeit ist, sehr gern lese.

Inkofbooks steht da aktuell an erster Stelle. Ich liebe Annas ehrliche und schonungslose Worte.

Jennifer von LeseninLeipzig veröffentlicht eine gute Mischung aus Rezensionen zu Büchern, die mich interessieren, neugierig machen und Kolumnen, die zum Nachdenken anregen.

Janine von FrauHemingway erweitert mit ihren Beiträgen regelmäßig meine Wunschliste, weil sie Bücher vorstellt, die ich sonst gar nicht auf dem Schirm habe.

Eure Jule

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2 Gedanken zu “[Blogparade] Mein Blog und ich – reloaded

  1. Liebe Jule,

    schön, dass du bei der Aktion erneut mitmachst.
    Ich wusste noch gar nicht, dass du 2 Jobs hast! Vom Kino wusste ich ja, aber vom Museum. Ich ziehe den Hut vor jedem, der arbeitet und studiert. Von daher Respekt.

    Du bist die Erste, bei der ich lese, dass sie die immer gleichen Diksussionen „kalt“ lassen. Irgendwann ist einmal gut, da hilft wahrscheinlich wirklich nur weiterscrollen. Aber ich glaube, es ist wie im wahren Leben: Manches kocht einfach immer wieder hoch und bleibt immer brandaktuell. Es ist nur die Frage, ob man sich noch dazu äußern möchte.

    Und ja, der Austausch, die Neuentdeckungen, der Spaß und neue Leute kennenlernen. Denn die Menschen, die das Buch in der Hand haben, sind immer noch das Beste daran :-)

    Liebe Grüße
    Tina

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    1. Hallöchen liebe Tina,
      im Museum arbeite ich auch „nur“ als Honorarkraft, was sehr gut mit Studium und dem anderen Job organisiert werden kann. Aber manchmal ist es schon stressig. Es gehört doch sehr viel Planung dazu, wenn man noch Hobbies und Privatleben und Haushalt integrieren möchte. Da bin ich auch meinem Freund sehr dankbar, der sehr viel miterledigt.
      Gerade bei den immer gleichen politischen Diskussionen habe ich mittlerweile die Lust am Diskutieren verloren. Es geht immer um Feminismus und Rassismus und immer werden Kleinigkeiten zu riesigen Dingen hochgekocht. Aber keine der Seiten ist zu Einsicht oder sachlichen Erklärungen bereit. Es gerät immer so schnell außer Kontrolle. Das nervte mich irgendwann, weswegen ich vor dem Bildschirm die Augen verdrehe und dann weiterscrolle. :D
      Liebe Grüße
      Jule <3

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