Meine dicken Bücher und warum ich sie mittlerweile liebe

(c) Juliane Dietrich

Seit dem 01. Juli läuft das von Marina (Nordbreze) ins Leben gerufene #DickeBücherCamp und ich habe beschlossen, in diesem Jahr mit „Der Herr der Ringe“ dabei zu sein.

Das Camp für dicke Bücher

Die Ausreden gegenüber dicken Büchern kennen wir alle. Entweder sie sind zu schwer oder zu groß oder aber sie halten uns zu lange auf. Immerhin liest man an 700 Seiten länger als an 300 Seiten. Aus diesem Grund wurde die Idee geboren, zwei Monate den Fokus auf diese Schwergewichte in unseren Bücherregal zu legen. Alle Bücher ab 500 Seiten sollen endlich unsere Aufmerksamkeit bekommen.

Die Idee ist großartig, denn ich habe auch mehrere dicke Bücher seit Jahren ungelesen im Regal stehen.

Doch ich bin in diesem Jahr eine Art Dauercamperin bei dicken Büchern. Daher ist es auch etwas ruhiger geworden auf meinem Blog, weil ich seit Januar vermehrt versuche dicke Bücher zu lesen und zusätzlich noch in meinem zeitintensiven Zweitstudium stecke.

Meine diesjährigen dicken Bücher

Bereits vier große Werke habe ich dieses Jahr bezwungen. Normalerweise fühle ich mich bei Büchern zwischen 300 und 400 Seiten am wohlsten. Doch dann war meine Neugier bei „1984“ von George Orwell nicht mehr stillbar. Da meine Ausgabe über 500 Seiten hat, war ich am Anfang etwas skeptisch, ob es in meinen Leseplan passte, aber ich flog nur durch die Seiten und bemerkte die vielen Seiten kaum. Direkt im Anschluss an dieses Werk nahm ich mir meinen ersten Tausender vor. Eine vierstellige Seitenzahl schreckt die meisten von uns direkt ab. Daher war ich froh, dass „Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen“ von Philipp Weiss in fünf einzelne Bücher unterteilt war, so dass ich die 1000 Seiten nicht immer mit mir herumtragen musste und auch nicht immer mit ihnen konfrontiert war.

Nach diesen 1000 Seiten wollte ich mir eine Pause von dicken Büchern gönnen und wieder zu dünneren Exemplaren greifen. Doch dann stand Dank des „Literarischen Quintetts“ Ikarien von Uwe Timm auf dem Leseplan und ich hatte wieder 500+ in den Händen. Und zu guter Letzt widmete ich mich „Heartland“ von Joey Goebel.

Der Herr der Ringe“

Und seit Anfang Juli widme ich mich meinem bisher größten Projekt: „Der Herr der Ringe“ von J. R. R. Tolkien. Ein Buch, das mehr Zeit erfordert; vor mir liegen insgesamt 1293 Seiten, von denen ich aktuell bald die ersten 500 Seiten geschafft habe. Tolkien fordert Zeit und Geduld von seinen Lesern und besitzt eine ganze eigene Erzählgeschwindigkeit.

Jeden Tag freue ich mich auf die Minuten, die ich nach Mittelerde reisen kann. Es ist eine ganz eigene Welt mit einer Sprache, die aus der Zeit gefallen scheint.

Als Anfang der 2000er die Verfilmung von Peter Jackson in den Kinos erschien, sah ich jedes Jahr die Filme im Kino. Auch heute schaue ich sie immer noch gern und verliebe mich immer wieder neu in die Landschaftsaufnahmen und die Details, die die Filme so grandios machen. Zusätzlich kann ich gefühlt jeden Satz der Filme mitsprechen, kenne die Dialoge der Charaktere auswendig. Umso erstaunter war ich, als ich beim Lesen feststellte, dass die Sätze 1 zu 1 aus den Büchern übernommen wurden, dass die einzelnen Szenen auch 1 zu 1 im Film auftauchen. Natürlich gibt es auch Momente, die es nicht in den Film geschafft haben, sei es aus Zeitmangel oder weil sie nicht sonderlich zur Hauptgeschichte beitragen.

Aus diesem Grund lese ich aber auch das Buch, weil ich mir sicher bin, dass es da noch so unendlich viele kleine Momente zu entdecken gibt, die das Buch noch liebevoller und phantastischer gestalten.

Es gab jedoch einen ganz bestimmten Grund, weswegen ich jetzt zu dem Buch griff: ich habe so viel von dem Wesen Tom Bombadil gehört, dass ich endlich wissen wollte, wer er ist, und wie er in die Welt von Mittelerde hineinpasst. Und ich kann euch sagen: ich liebe den kleinen Tom Bombadil.

***

Wie steht ihr zu dicken Büchern? Schrecken sie euch ab? Lest ihr sie gern? Ab wann ist bei euch ein Buch zu dick? Oder ist euch das völlig egal? Erzählt es mir doch in den Kommentaren!

Eure Jule

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8 Gedanken zu “Meine dicken Bücher und warum ich sie mittlerweile liebe

    1. Nicht aufgeben, du schaffst das! Und obwohl es überhaupt nicht meinem Lesegeschmack entspricht, bin ich mir sicher, dass es sehr unterhaltsam und spannend ist. Irgendwann fühlen sich die Seiten auch nicht mehr so viel an, sondern du empfindest Spaß und willst eigentlich gar nicht, dass es endet.

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      1. Ja, da hast du Recht. Ist ja aich keim Zwang zu lesen, ich habs mir ja ausgesucht und lese richtig gerne 😊

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  1. Ich finde es echt toll, dass du dich diesen dicken Bücher widmest. ich habe neulich auch „Harry Potter und der Orden des Phönix“ gelesen, was ja auch mega dick ist. Und „Der Herr der Ringe“ ist wirklich toll, ich lese ihn so gern, und habe auch die Sonderedition daheim die du hast :)!

    Viele Grüße
    Sandra

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    1. Hallöchen Sandra,
      „Harry Potter und der Orden des Phönix“ ist bisher mein erster und einziger 1000er, den ich gelesen habe. Aber ich bin damals nur so durch die Seiten geflogen und war bei jedem neuen Kapitel aufgeregt. :D
      Hast du Herr der Ringe schon mehrmals gelesen? Ich lese es zum ersten Mal und liebe es. <3
      Liebe Grüße
      Jule

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  2. Hallo Jule,

    Respekt! Ich wollte das Dicke Bücher Camp eigentlich auch mit „Für Brilka“ wagen, aber hatte doch wieder keinen Mut. Irgendwie bin ich sogar an extrem schmalen Büchern hängengeblieben, habe aber so natürlich viel verschlungen und sogar fast alle LBM19-Mitbringsel.

    Ich hoffe, ich habe im Winter dann mal den Mut und die Muße.

    Liebe Grüße aus SFB,
    Simone.

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    1. Hallo Simone,
      Oh, „Für Brilka“ möchte ich auch irgendwann lesen, nachdem ich gestern so viele gute Instastories aus dem ocelot dazu gelesen habe.
      Ich glaube, bei dicken Büchern benötigt man diesen besonderen Ruck sie auch wirklich in die Hand zu nehmen, weil sie die Leseezeit doch erheblich in Anspruch nehmen. Ich bin mir jedoch sicher, dass du dieses Buch irgendwann zur Hand nimmst.
      Liebe Grüße
      Jule

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  3. Liebe Jule,

    ich habe deine Tolkien-Mission ja auf Twitter ein wenig mitbekommen und finde es großartig. Ich habe heute auch mal wieder ein dickeres Buch mit über 700 Seiten aus dem Regal geholt, weil es einfach Zeit ist, mal wieder einer längeren Geschichte zu folgen.

    Liebe Grüße
    Tina

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