Der 1001. Beitrag zum Thema Bullet Journaling

Seit Jahren ist die BuJo-Methode in aller Munde, besonders bei Menschen, die durch ihr Berufs- oder Privatleben viele Termine und Projekte unter einen Hut kriegen möchten.

Vor zwei Jahren stellte ich auf meinem Blog schon einmal einen Beitrag zu meinem Lesetagebuch (hier) online. Damals war es ein Versuch in die BuJo-Technik einzusteigen. Es hat sich einiges geändert in dieser Zeit und davon erzähle ich euch heute.

(c) Juliane Dietrich

Autor: Ryder Carroll // Titel: Die Bullet Journal Methode. Verstehe deine Vergangenheit, ordne deine Gegenwart, gestalte deine Zukunft // Original Titel: The Bullet Journal Method. Track the Past, Order the Present, Design the Future // Verlag: Rowohlt Verlag (06.11.2018) // Übersetzerin: Viola Krauß // 351 Seiten // ISBN: 978-3-499-63340-9 // Preis: 20,00€

Irgendwie war ich in letzter Zeit mit meiner Organisation nicht mehr zufrieden. Überall stapelten sich Notizen, Termine und Gedanken. Es waren Dinge darunter, die ich nicht vergessen durfte und trotzdem passierte es – zum Glück nur selten –, dass ich mich verplante und es eng bzw. stressig wurde. Als ich dann Mitte Juli plötzlich einen Sommerjob als Dozentin für Sprachschüler annahm, wusste ich, dass ich eine neue Methode brauchte. Besser gesagt: ich wollte es noch einmal mit DER Methode probieren. Aber richtig.

Die Bullet-Journal-Methode erschien mir passend, aber sie hatte sich mir noch nicht in seiner Gänze erschlossen. Im Internet erdrückten mich die ganzen Seiten, setzten mich mit ihren durchdesignten und kunstvollen Seiten unter Druck. Ich hatte und habe keine Zeit mich jede Woche stundenlang an kleinen Kunstwerke zu setzen. (Außerdem kann ich nicht zeichnen.)

Dann veröffentliche Juliane (IamJane) einen Beitrag zum Buch von Ryder Carroll, dem Erfinder der BuJo-Methode. Perfekt! Ich bestellte das Buch, verließ mich ganz auf das Urteil von Juliane, und las das Buch innerhalb von 36 h, kaufte ein leeres Notizbuch, suchte meine 2-3 Lieblingsstifte und los ging es…

(c) Juliane Dietrich

Die Bullet Journal Methode (Ryder Carroll)

Dank Ryder Carroll erschloss sich mir die vollständige Funktion des Future Log, des Monthly Log und die Tatsache, dass ich keinen Weekly Log brauche, weil ich von der Monatsübersicht direkt in die einzelne Tagesübersicht gehe.

Die einfachen Erklärungen haben mir gefallen, weil sie weg vom Design hin zur Funktionalität gingen. Ich verstand endlich, wie das Hin- und Herschieben von Aufgaben funktionierte und ich trotz mehrere Projekte den Überblick behalte.

Besonders gut gefallen haben mir die Beispiele, wie der Aufbau der einzelnen Sets aussehen könnte, sie aber für jeden Nutzer individuell auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können. Wer also gern alles verziert, mit kleinen Kunstwerken ausstattet und viel Farbe nutzt, der darf das tun. Und die Liebhaber des Minimalismus, der Struktur und Übersichtlichkeit dürfen ihre Vorlieben ausleben.

Die BuJo-Methode ist kein festes Konstrukt, bei dem es ein Richtig und ein Falsch gibt. Es geht um Probieren, Neuentdecken und vor allem um Struktur im Alltag, egal wie jeder sie zu Papier bringt.

Trotz des ganzen Lobes möchte ich auch Kritik üben. Ryder Carroll berichtet auch von Berichten und Nachrichten anderer Nutzer, die ihn im Laufe seiner Arbeit erreichten. Diese Nachrichten waren mir zu viel, bekamen im Buch doch zu viel Raum und interessieren mich eigentlich nicht. Aber dafür kann man ja auch einmal ein paar Seiten überfliegen.

(c) Juliane Dietrich

Mein BuJo

Ich nutze ein Leuchtturm in Größe A5, gepunktet, einen Kugelschreiber, ein Lineal, einen schwarzen und weinroten (für Farbakzente) Fine Liner von Stabilo, einen Pigma Micron für ganz feine Linien (irgendwo muss ich meinen Perfektionismus ausleben.) und einen Bleistift. Insgesamt also fünf Stifte, was fast schon etwas viel ist, eigentlich reicht ein Kugelschreiber.

Ich besitze eine minimalistische Jahres- und Monatsübersicht. Dort trage ich meine zukünftigen Termine ein und tobe mich dann auf den Seiten der einzelnen Tage aus. Früher dachte ich, dass auch das viel Zeit in Anspruch nimmt. Aber Fehlanzeige! Ich schreibe das Datum des Tages plus Wochentag auf, notiere mir die wichtigsten Termine und Aufgaben für den Tag und im Laufe des Tages folgen Notizen zu allem möglichen. Aber der Tagesstart dauert nicht mehr als 2-3 Minuten. Ähnliches verfolge ich am Tagesende. Ich überprüfe, welche Aufgaben unerledigt blieben und notiere mir zwei Punkte, für die ich an diesem Tag dankbar war.

Fertig! So verbringe ich mit meinen Aufgaben stressfrei Zeit, behalte den Überblick und nehme mir gleichzeitig nicht zu viel für einen Tag vor. Nichts ist am Ende demotivierender als eine endlos lange To-Do-Liste, die nicht schaffbar ist.

Fazit:

ich werde mich weiterhin mit der BuJo-Methode beschäftigen. Ryder Carroll bietet einen übersichtlichen und einfachen Einstieg in diese komplexe Organisationsmethode. Was man darauf macht, ist jedem Nutzer selbst überlassen. Ich kann mir jedoch ein Leben – aktuell – ohne mein BuJo nicht mehr vorstellen.

Eure Jule

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